Medienhaus Lensing
03.09.2011 20:33 Uhr
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Demonstrationen in Dortmund: Neonazi-Aufmarsch: Friedlicher Protest und 271 Festnahmen

DORTMUND Mehrere tausend Demonstranten haben am Samstag friedlich gegen den Aufmarsch von 700 Neonazis in der Nordstadt protestiert. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Linksextremen und Polizisten wurden jedoch Demonstranten und Beamte verletzt. Es gab 271 Festnahmen.

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Die Polizei berichtet von massiver Gewalt gegen Beamte. Dieses Foto zeigt den Angriff von linken Randalierern auf einen Polizeibulli. Der Vorfall ereignet sich gegen 12.30 Uhr an der Ecke Lessingstraße/Uhlandstraße. Der Beamte im Bulli wird schwer verletzt. (Foto: Heino Pflaum)

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BVB-Fieber in Wembley und Dortmund: Wie ist die Stimmung bei den Fans in London? Was passiert in der Heimat? Mit uns verpassen Sie nichts: Unsere Reporter tickern rund um die Uhr und live vor Ort.
Die wichtigsten Entwicklungen:

  • Etwa 700 Neonazis sind am Nachmittag durch die nördlichen Innenstadt gezogen
  • Die Polizei hatte die Nordstadt weitgehend abgeriegelt
  • Der überwiegende Teil der Demonstrationen verlief friedlich
  • 271 Personen wurden vorläufig festgenommen
  • Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen wurden Demonstranten und Polizisten verletzt, teilweise schwer

Fotostrecke Online-Menschenkette für Toleranz

Fotostrecke Samstag: Demos in der Nordstadt

Fotostrecke Samstag: Kundgebungen gegen Rechts

Fotostrecke Samstag: Sitzblockaden in der Nordstadt

Fotostrecke Samstag: Nazi-Aufmarsch in Dortmund

Fotostrecke Samstag: So leer ist die Dortmunder City

Fotostrecke Samstag: Luftbilder der Demonstrationen

Fotostrecke Samstag: Die Ausrüstung der Randalierer

Fotostrecke Samstag: Friedensfest in Dorstfeld



20.33 Uhr: Die Situation in Dortmund hat sich spürbar beruhigt. Wir bedanken uns für die Aufmerksamkeit und beenden jetzt unseren Live-Ticker - nach knapp 12 Stunden. Sollte noch etwas passieren, aktualisieren wir unsere Website natürlich. Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir einen netten Rest-Abend und eine ruhige Nacht. Bis morgen!

19.55 Uhr: Beim Friedensfest in Dorstfeld hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau eine Bilanz des Tages gezogen. "Ich bin froh wie der Tag von der friedlichen Seite her verlaufen ist", stellte er fest. "Wir hatten eine große Demonstration für das weltoffene Dortmund mit mehr als 4000 Menschen - so viele, wie seit acht Jahren nicht mehr. Dazu eine erfolgreiche Sitzblockade, die die Neonazis zu einem Umweg gezwungen hat. Es hat eine breite Bürgerbewegung gegen Rechts gegeben."

Das Friedensfest auf dem Wilhelmplatz geht noch bis gegen 22 Uhr weiter - mittlerweile unter starkem Polizeischutz. Es treten Dortmunder Bands wie Too Strong und Honigdieb auf.

19.44 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei ist beendet. Wir liefern noch eine Aussage des Polizeipräsidenten nach. Hans Schulze sagte, dass die Gewalt in einer Sogwirkung der Blockadeaufrufe entstanden sei.

19.19 Uhr: Über die Situation in Dorstfeld, wo Neonazis auf dem Friedensfest aufgetaucht sind, sagt Polizeipräsident Hans Schulze: "Wir hatten ein Kommunikationsproblem ... das hätten wir besser machen müssen. Es war aber sehr viel Bewegung in der Stadt." Nach Informationen unserer Redaktion bestand das Kommunikationsproblem darin, dass die Beamten in Dorstfeld nicht darüber informiert worden waren, dass 50 bis 60 Neonazis auf dem Weg zum Friedensfest waren.

Ein Drittel der 271 Festgenommenen ist noch keine 18 Jahre alt. Zurzeit werden Beweise gegen sie gesichert - sie werden noch über Stunden in der Gefangenensammelstelle sitzen, heißt es bei der Polizei.

19.15 Uhr: Jetzt berichtet Polizeidirektor Michael Stein über relevante Vorkommnisse: Um 10.45 Uhr seien an der Schillerstraße mehrere Gewaltttäter massiv mit Pyrotechnik und Steine gegen Polizisten vorgegangen. Diese Gruppe sei auf 1500 Personen angewachsen. Nach massivem Angriff auf Beamte und Fahrzeuge habe man an der Haydnstraße Schlagstöcke und Wasserwerfer eingesetzt. Immer wieder hätten Randalierer versucht, mit massiver Gewalt gegen Sperren vorzugehen.
 
Die Polizei zeigt mit einem Videofilm den Angriff auf ein Polizeifahrzeug aus Sicht der Einsatzkräfte. Ein Täter schleudert aus kürzester Distanz einen schweren Gegenstand durch das offene Fenster. Fernsehgeräte, Stoßdämpfer und Steine wurden als Wurfgeschosse gegen Polizisten eingesetzt. Michael Stein: "Die Kollegen mussten um ihr Leben fürchten."
 
248 Personen seien von der Polizei eingeschlossen worden, berichtet Stein. 50 bis 80 Linksautnome wurden auf der Westerbleichstraße aufgegriffen und weggetragen, weil sie die Straße blockiert haben.

19.08 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei hat begonnen. Polizeipräsident Hans Schulze sagt: Es sei ein erfolgreicher Einsatz unter erheblich erschwerten Bedingungen gewesen. Die Einsatzkräfte hätten mit erheblichem Risiko zu kämpfen gehabt. Man habe mit antifaschistischen Gruppen und Neonazis in einer neuen Dimension zu tun gehabt. "Nach langer Zeit ist es wieder kurzfristig zu einem Wasserwerfer-Einsatz gekommen, weil der Druck auf die Kräfte zu groß wurde", so Schulze.

Die Sitzblockade auf der Schützenstraße zuzulassen, habe deeskalierend gewirkt. "Ein schwieriger Einsatz mit glücklichem Ausgang", so Schulze.
 
Polizeidirektor Michael Stein bilanziert: Rund 10.000 Nazi-Gegner, 763 Teilnehmer an der Neonazi-Kundgebung, 1500 gewaltbereite Autonome, 16 verletzte Polizeibeamte, davon drei schwerverletzt (nach Steinwürfen, Pfefferspray-Einsatz, Pyrotechnik und Flaschenwürfen. Unter den Gefangenen seien sieben Verletzte, 271 Einlieferungen in die Gefangenensammelstelle, davon 13 Rechtsextremisten und 258 aus dem linken Spektrum - darunter 68 Jugendliche.

Man habe bei Gewalttätern diverse Gegenstände sichergestellt, darunter Mund- und Zahnschutz, Ketten, Steine, Sturmhauben, Farb- und Spraydosen.

18.51 Uhr: Nach Informationen unserer Redaktion ist es beim Friedensfest in Dorstfeld zu einer Kommunikationspanne der Polizei gekommen. Das ist offenbar der Grund, warum dort eine Gruppe Nazis ohne Polizeibegleitung in Erscheinung treten konnte.

18.40 Uhr: Nach den Scharmützeln rund um das Friedensfest in Dorstfeld hat die Polizei den Rechten einen Platzverweis erteilt. Ein Teilnehmer von Seiten der Neonazis wurde festgenommen. Die Polizei ist mit zusätzlichen Einsatzkräften angerückt und hält sich im Hintergrund in Bereitschaft.

18.37 Uhr: Die Rechtsextremen, die mit dem Zug unterwegs waren, haben Dortmund mittlerweile verlassen. Die Sonderzüge in Richtung Bielefeld und Düsseldorf sind eben abgefahren. "Für einen solchen Tag hat die An- und Abreise aus Sicht der Bundespolizei gut funktioniert", bilanzierte Bundespolizei-Sprecher Jürgen Karlisch.

18.25 Uhr: In der Nordstadt werden nach Angaben der Polizei alle Straßensperren nach und nach aufgelöst.

18.19 Uhr: Die Lage in Dorstfeld hat sich beruhigt. Die Nazis haben sich in Seitenstraßen zurückgezogen. Das Programm des Friedensfestes wird wie geplant fortgesetzt.

18.10 Uhr: Beim Friedensfest in Dorstfeld hat sich eine Gruppe Rechtsradikaler vor der Bühne aufgebaut. Parolen wurden gebrüllt, ehe andere Besucher die Gruppe abdrängen konnte. Nach Auskunft unseres Reporters war die Polizei dort nur sehr gering vertreten. Die Kräfte seien komplett überfordert gewesen.

18.06 Uhr: In Dorstfeld droht  erade die Lage am Wilhelmplatz zu eskalieren. Dort liefern sich Rechte und Linke gerade am rande des Friedensfests zumindest verbale Auseinandersetzungen. Laut unserem Reporter ist die Polizei dort nur schwach vertreten.

17.59 Uhr: In Dorstfeld hat das Friedensfest der Stadt begonnen. Dieses findet auf der Wilhelmplatz statt. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Dorstfelder Vereine, Olaf Meyer, sagte dort: "Wir sind ein Stadtteil, der leider einen kleinen braunen Schönheitsfleck hat. Den müssen wir unbedingt loswerden."

17.57 Uhr: Für 19 Uhr hat die Polizei zu einer Bilanz-Pressekonferenz ins Polizeipräsidium geladen. Wir sind dort vertreten. Bis dahin läuft unser Ticker an dieser Stelle mindestens weiter.

17.53 Uhr: Im und um den Hauptbahnhof entspannt sich die Lage. Die Nazis reisen ab, Reisende können wieder in den Bahnhof. Mit Kontrollen und Verzögerungen ist aber weiterhin zu rechnen. Auch der U-Bahnhof im Hauptbahnhof ist wieder frei.

17.39 Uhr: Immer, wenn gerade keine Neonazis am Hauptbahnhof ankommen, dürfen Reisende in den Bahnhof gehen.

17.34 Uhr: Unser Reporter aus dem Hauptbahnhof meldet, dass die abreisenden Neonazis mit Polizeibegleitung zu ihren  Zügen gebnracht werden.

Für Reisende ist der Hauptbahnhof im Moment geschlossen.

17.13 Uhr: Der Eingang zum Hauptbahnhof an der Südseite ist derzeit gesperrt. Dort kommen gerade die Neonazis auf dem Rückweg von ihre Kundgebung an.

17.06 Uhr: Die Polizei berichtet von 1000 zum Teil gewaltbereiten Linksautonomen, die immer wieder versucht hätten, mit massivem Druck polizeiliche Absperrung zu durchdringen. Das teilt die Polizei in einer aktuellen Mitteilung mit. Sie hätten keine Rücksicht auf die körperliche Unversehrtheit der Einsatzkräfte genommen. 
 
16.55 Uhr:
Die Kundgebung der Nazis am Hafen ist beendet. Die Rechtsradikalen werden vermutlich mit der U-Bahn in Richtung Hauptbahnhof abfahren.

16.47 Uhr: Hoch zufrieden zeigten sich am Nachmittag die Vertreter des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus mit dem Verlauf des Demonstrationstages. Am Protestzug gegen Rechts von der Katharinenstraße zum Nordmarkt hätten knapp 4000 Menschen teilgenommen.

Das Herzstück der Nordstadt sei von der Menschenkette gleich mehrfach umrundet worden, bilanzierte Arbeitskreis-Sprecher Friedrich Stiller.  Dies sei die größte demokratische Demonstration gegen Neonazis in Dortmund seit 2003 gewesen. „Das war ein ganz großer Erfolg für das demokratische Dortmund“, freut sich Stiller.

Nach dem Demonstrationszug wurde ein Freundschaftsfest an der Mallinckrodtstraße gefeiert, an der auch viele Zuwandererfamilien aus der Nordstadt teilnahmen. „Das zeigt, dass man in dieser Stadt keine Angst haben muss, gegen Neonazis zu demonstrieren“, bilanzierte die Regionalvorsitzende des DGB, Jutta Reiter.

16.40 Uhr: Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann in einem ersten Fazit: "Die bürgerlichen Demonstrationen waren sehr beeindruckend. Es waren viele neue Gesichter dabei, die sagen wollten: Es reicht!" Bei Blockaden habe die Polizei durch Verhandlungen erfolgreich deeskalierend gewirkt. Über gewalttägige Demonstranten auf linker Seite sagte er: "die können wir in Dortmund nicht gebrauchen."

16.34 Uhr: Die Straßensperren am Königswall werden in diesen Minuten wieder freigegeben.

16.30 Uhr: Die Vorsitzende des Innenausschusses im NRW-Landtag, Monika Düker, hat gegenüber unserer Redaktion die Blockade des "Bündnisses Dortmund nazifrei" als wichtigen ersten Erfolg bewertet.

Die Grünen-Politikerin kritisierte die Gewalttaten Linksradikaler, die dem Bündnis Dortmund stellt sich quer gefolgt waren. Düker  forderte Stadt und Polizei auf, in Zukunft besser zusammenzuarbeiten und miteinander zu reden.

Sie erklärte, dass die Polizei eine sehr schwierige Lage hervorragend bewältigt habe. Das Trennungskonzept der Polizei sei richtig gewesen.

Audio: Die NRW-Innenausschuss-Vorsitzende Monika Düker zieht eine Demo-Bilanz



16.28 Uhr: Die Nazi-Demo hat ihr Ziel erreicht. Einen Park&Ride-Parkplatz in der Nähe des Hafens.

16.25 Uhr: Ein- und Ausgänge zum Hauptbahnhof sind auf der Südseite durch die Polizei gesichert. Einzeln kommt man in den Bahnhof oder heraus. Im Bereich der Katharinentreppe gibt es einige Festnahmen.

Insgesamt hat es nach Informationen unserer Redaktion mindestens 250 Festnahmen gegeben. Diese Zahlen hat die Polizei bisher aber nicht bestätigt.

16.10 Uhr: Die Neonazis sind gleich an ihrem Ziel angekommen, dem Park&Ride-Parkplatz am Sunderweg. Unterdessen haben wir Bilder bekommen, die zeigen, wie linke Randalierer einen Polizei-Bulli angreifen. Die Bilder finden sich oben im Artikel sowie in der Demo-Fotostrecke.

16.07 Uhr: Nachdem der Demonstrationszug unterhalb der Katharinentreppe offiziell aufgelöst worden ist, sitzen nun immer noch einzelne Demonstranten dort. Oliver Ongaro, Sprecher des Bündnisses Dortmund stellt sich quer, erläutert die Beweggründe so: "Wir sind nirgendwo anders in Richtung Nordstadt durchgekommen. Deshalb haben sich Teilnehmer aller drei Bündnisse entschieden, auf die Südseite des Bahnhofs zu gehen. Wir wollten zeigen, diese Stadt gehört uns und nicht den Nazis."

15.58 Uhr: Die Nazi-Demonstration ist auf der Treibstraße angekommen. Damit hat man den ursprünglich geplanten Demo-Weg wieder erreicht. Zügigen Schrittes und weitgehend unbehelligt von Gegendemonstranten ist man unterwegs in Richtung Schlusskundgebung am Hafen.

15.51 Uhr: In der Schützenstraße herrscht große Freude über die erfolgreiche Blockade. Grünen-Ratsfraktionschef Mario Krüger: "Wir freuen uns, dass das braune Pack nicht über die Schützenstraße ziehen konnte." Pfarrer Friedrich Laker von der benachbarten Pauluskirche: "Herzlichen Glückwunsch an alle Blockierer."

15.48 Uhr: Am Bahnhof werden Personen, die offensichtlich Bahn-Kunden sind, auf die Bahnsteige gelassen. Reisende sollten jedoch mehr Zeit mitbringen! Die Situation auf dem Westenhellweg und in den Einkaufsstraßen ist übrigens weiter ruhig: So entspannt konnte man selten einkaufen...

15.41 Uhr: Die Nazis werden nicht über die Schützenstraße geleitet. Die Demo wird über die Mallinckrodtstraße fortgesetzt. Offenbar hatten die Blockierer an der Schützenstraße Erfolg. Dort wird die Umleitung der Nazis mit Jubel aufgenommen. Die Glocken der Pauluskirche läuten.

15.37 Uhr: Der Haupteingang des Hauptbahnhofs ist gesperrt. Niemand wird rein- oder rausgelassen. Auf dem Königswall vor dem Bahnhof ist alles dicht.

15.28 Uhr: Stau auf dem Wall: Die Antifa-Demonstration hat sich auf den Stufen der Katharinentreppe niedergelassen. Die Polizei sperrt den Weg in Richtung Innenstadt mit starken Kräften.

15.25 Uhr: Der Pfarrer der Pauluskirche an der Schützenstraße, Friedrich Laker, hat gerade die Blockierer eingeladen, bei einer Räumung der Blockade sein Kirchengelände nutzen zu können.

15.20 Uhr: Eine Gruppe von etwa 400 Antifa-Demonstranten läuft gerade in schnellem Tempo in Richtung Hauptbahnhof. Die Polizei sperrt den Verkehr in Richtung Osten. Unser Reporter ist vor Ort.

15.10 Uhr: Unser Reporter an der Schützenstraße berichtet, dass Pressefotografen und Kameraleute von der Polizei bei ihrer Arbeit behindert worden sind. Unter anderem sind Objektive zugehalten worden. Unter den Demonstranten hat es mindestens einen Verletzten gegeben.

15.00 Uhr: Unser Reporter berichtet, dass es bei der Räumung der Blockade an der Westerbleichstraße zu "unschönen Szenen" kommt. "Mit einiger Gewalt werden die Demonstranten von der Straße geholt." Personalien werden nach seinen Beobachtungen dort aber nicht aufgenommen. Inzwischen ist die Kreuzung geräumt.

Ein Stück die Schützenstraße herab (ecke Kirchenstraße) gibt es weiterhin eine Blockade an der sich einige Politiker beteiligen.

14.47 Uhr: Die Polizei räumt die Blockierer an der Ecke Schützenstraße/Westerbleichstraße nach und nach von der Straße. Viele Demonstranten haben sich untergehakt, machen den Weg frei.

14.40 Uhr: Nach Angaben unseres Reporters vor Ort wird die Blockade an der Westerbleichstraße jetzt geräumt. Zuvor waren die Gegendemonstranten aufgefordert worden, die Straße zu verlassen.

14.35 Uhr: Die Nazi-Demo ist jetzt an der Ecke Mallinckrodtstraße/Schützenstraße angekommen. Dort wird eine Zwischenkundgebung abgehalten. Ob man angesichts der Blockaden in die Schützenstraße einbiegen kann, ist unklar.

14.34 Uhr: Es kommt immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Linksautonomen und der Polizei. Dabei ist laut Polizei ein Beamter in der Haydnstraße schwer verletzt worden. Linksextremisten hatten mit schweren Wurfgeschossen ein Polizeifahrzeug angegriffen, heißt es in einer Pressemitteilung.
 
Die Polizei berichtet, ihre Beamten würden immmer wieder mit Pfefferspray angegriffen und mit Steinen oder "Böllern beworfen. Mehrere Beamte wurden dabei leicht verletzt.
 
Im Bereich Bachstraße/Schillerstraße sind aktuell nach Angriffen auf Polizeibeamte zwei Personengruppen mit etwa 150 bis 180 Aktivisten eingeschlossen worden. In der Gruppe befanden sich auch circa 40 Kinder und
Jugendliche.
 
Die Polizei wolle weiterhin konsequent einschreiten und an ihrem Trennungskonzept festhalten.
 
“Die Gewaltexzesse gegen Polizeibeamte in Dortmund hat mit demokratischem Protest gegen Rechtsextremisten überhaupt nichts mehr zu tun", bewertet Polizeipräsident Hans Schulze die aktuelle Lage in Dortmund. 


14.23 Uhr: Die Polizei hat die Blockierer an der Kirchenstraße aufgefordert, die Hälfte der Straße freizugeben. Das lehnen diese ab. Über Anwälte haben außerdem die Nazis erklärt, nicht mit einer Veränderung der Route einverstanden zu sein.

Eine weitere kleine Blockade Linksautonomen hat sich auf der Ecke Westerbleichstraße/Schützenstraße gebildet.

14.21 Uhr: Die Nazis ziehen derweil über die Mallinckrodtstraße. Immer wieder gibt es kleinere Störungen und Rangeleien mit Menschen am Straßenrand.

14.18 Uhr: Unser Reporter berichtet von massiven Auseinandersetzungen zwischen linken Demonstranten und der Polizei im Bereich der Mozart- und Bülowstraße. "Die Mozartstraße bietet ein Bild der Verwüstung", sagt er. Baustellenmaterial wurde auf die Straße geworfen.

An der Blockade Kirchenstraße/Schützenstraße verhandeln Teilnehmer mit der Polizei darüber, ob die Blockade bestehen bleiben kann. Unter den Demonstranten dort ist auch regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann.

13.58 Uhr: An der Ecke Schillerstraße/Uhlandstraße nimmt die Polizei derzeit nach Angaben unseres Reporters zahlreiche Personen fest. Mindestens fünf Busse stehen bereit, um die Gefangenen wegzubringen.

13.50 Uhr: Nach Angaben der Polizei ist noch nicht entschieden, wie man mit der Blockade Ecke Schützenstraße/Kirchenstraße weiter umgehen soll.

Am Kessel Bachstraße/Uhlandstraße erwartet die Polizei etwa 100 Festnahmen. Mit einem Bus sollen die Festgenommenen in eine Sammelstelle für Gefangene gebracht werden.

Die Feuerwehr meldet übrigens keine erhöhte Einsatzzahlen. Allein beim Rettungsdienst gibt es mehr zu tun - allerdings eher wegen der großen Zahl von Menschen in der Stadt und wegen des warmen Wetters.

13.39 Uhr: Die Demonstration der Rechtsradikalen beginnt. Es werden die Auflagen verlesen, dann wird sich der Trupp in Bewegung setzen.

13.33 Uhr: Die Gegendemonstration am Nordmarkt ist jetzt beendet. Die Teilnehmer ziehen in Richtung Münsterstraße. Selbst wenn sich Teilnehmer den Blockierern anschließen wollten, würde das nach Einschätzung unseres Reporters durch die starken Polizeikräfte verhindert werden.

13.24 Uhr: Die rechten Demonstranten sind offenbar kurz davor, loszumarschieren. Die Absperrung und Schleusen werden beseitigt, die Polizisten stellen sich auf, berichtet unser Reporter.

13.19 Uhr: Während die Nazi-Demonstration in wenigen Minuten starten wird, räumt die Polizei im Bereich der Mallinckrodtstraße die Straße frei. Eine spontane Sitzblockade wird von Polizisten von der Straße geräumt.

13.17 Uhr: Am Nordmarkt haben die etwa 3000 Demonstranten jetzt eine Menschenkette gebildet. Unter den Teilnehmern ist auch Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. Er sagte dort: "Viele demonstrieren hier, sie sonst nicht auf die Straße gehen. Das ist ein hervorragendes Symbol für Dortmund."

13.08 Uhr: Nun sind es wohl mehr als 500 Neonazis geworden. Unser Reporter schätzt deren Zahl auf 650 und 750. Derweil trifft der Demo-Zug des Bündnisses gegen Rechtsextremismus am Nordmarkt ein.

13.04 Uhr: Die Nazi-Demo ist immer noch nicht losgelaufen: Unser Reporter von dort meldet, dass weiterhin Teilnehmer kontrolliert werden. Mehr als 500 werden es seiner Ansicht aber nicht sein.

13.01 Uhr: Unser Reporter berichtet von der Ecke Schillerstraße/Uhlandstraße: Dort hat es massive Auseinandersetzungen von Demonstranten mit der Polizei gegeben - Steine und Flaschen sind geflogen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. Es hat nach unseren Informationen Verletzte gegeben.

Aktuell hat die Polizei auf beiden Seiten der Uhlandstraße Demonstranten eingekesselt.  

12.57 Uhr: Wer heute in der City rund um den Westenhellweg unterwegs ist, kann so entspannt einkaufen wie nie. Die Geschäfte, Einkaufsstraßen und Parkhäuser sind deutlich leerer als an einem normalen Samstag. Trotz des schönen Sommerwetters sind die Cafés auf dem Alten Markt halb besetzt. Nur die beiden Hubschrauber am Himmel nerven etwas.

12.50 Uhr: Und wieder eine Pressemitteilung der Polizei, diese spricht von "massiver Gewalt gegen Polizeibeamte". Die Pressemitteilung im Original:

Zurzeit befindet sich eine Gruppe von ca. 1000 gewaltbereiten Linksextremisten, die keiner angemeldeten Versammlung angehören, im Bereich des Nordmarktes, Heroldstraße und Steinstraße. Nach massiven Angriffen auf Polizeibeamte und Einsatzfahrzeuge kam es zu ersten Schlagstockeinsätzen. Auch ein Wasserwerfer musste im Bereich der Uhlandstraße / Schillerstraße / Schützenstraße eingesetzt werden, um die Gewalttätigkeiten zu unterbinden. Die Polizei musste hart durchgreifen, um weitere Gewalttätigkeiten zu verhindern.
 
Im Bereich der Versammlung Rechts hat sich die Teilnehmerzahl auf bisher rund 400 Personen erhöht.

12.41 Uhr: Die Kundgebung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus an der Katharinenstraße ist beendet, jetzt ziehen die Teilnehmer durch die Innenstadt in Richtung Nordmarkt. In vorderster Reihe: Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Wir schätzen, dass es knapp 3000 Demonstranten sind - die größte Kundgebung.

„Dortmund ist tolerant, Dortmund ist bunt und nicht braun“, hatte Ralf Beltermann vom DGB zu Beginn der Kundgebung gesagt. „Wir setzen ein deutliches Zeichen, dass die Stadt sich ihren Namen nicht von Nazis besudeln lässt“, erklärte Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Er lobte das Friedensfestival der Gewerkschaft Verdi, das seit dem vergangenen Montag an der Katharinenstraße stattfand: „Das war ein buntes Bollwerk gegen Rechs.“
Die Demokraten haben in der vergangenen Zeit durch die Nazis viel erdulden müssen, stellte Sierau mit Blick auf rechte Attacken und Schmierereien gegen Nazi-Gegner fest.  Das zeige, wie wichtig es ist, sich dem braunen Treiben entgegen zu stellen.
„Heute ist der Tag, an dem wir zeigen: Dortmund ist die Hauptstadt des Widerstandes gegen Rechts. Neonazis haben hier keine Chance. Wir werden in Dortmund noch erleben, dass es hier keine Nazi-Aufmärsche mehr gibt“, erklärte Sierau. „Dortmund ist eine weltoffene, tolerante und vielfältige Stadt.“
Das demokratische Engagement, das sich heute zeige, mache ihn stolz, Oberbürgermeister dieser Stadt zu sein.  


12.32 Uhr: Die Polizei bestätigt, dass im Bereich Mallinckrodtstraße erstmals ein Wasserwerfer der Polizei eingesetzt wurde. Angeblich wurden Steine auf eine Polizeisperre geworfen. Auch von völlig demolierten Polizeiautos berichten unsere Reporter.

12.21 Uhr: Nachgereicht: Die Polizei hat um 12.01 Uhr eine Pressemitteilung zum Demogeschehen gesendet. Wir dokumentieren sie hier im Original:

Seit 09.48 Uhr gibt es eine Sitzblockade im Bereich der Schützenstraße von ca. 50 Personen. Nach Gesprächen mit der Polizei wurde dies als Spontanversammlung bewertet. Bis auf weiteres wird diese Aktion von der Polizei geduldet.
 
Gegen 10.56 Uhr wurden an der Schillerstraße mehrere hundert gewaltbereite Personen Links von der Polizei angehalten, nachdem zuvor aus der Gruppierung heraus Polizeibeamte mit Steinen und Pyrotechnik beworfen wurden. Eine Person wurde nach Flachenwurf auf Polizeibeamte festgenommen. Die anderen Personen wurden mit Platzverweisen belegt und entfernten sich in Richtung Münsterstraße.
 
Am Sammlungsort Rechts befinden sich bisher lediglich 320 Teilnehmer. Weitere mindesten 200 Rechte sind noch auf der Anreise. Bei einer NPD-Versammlung sind es bisher lediglich 30 Personen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind durch gewalttätige Angriffe (Pfefferspray und Steinwurf) von Linksautonomen fünf Polizeibeamte leicht verletzt worden (Pfefferspray und Steinwurf).
 
Zwei Personen wurden bisher festgenommen, davon ein Rechtsextremist aufgrund eines Haftbefehls und ein Linksautonomer Gewalttäter aufgrund eines Flaschenwurfs auf einen Polizeibeamten.

12.20 Uhr: Ein Großteil der Gegendemonstranten von der Steinwache entfernt sich durch den Keuningprak in Richtung Norden.

12.14 Uhr: An der Katharinenstraße hat die Kundgebung des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus begonnen. Bei bestem Wetter sind dort über 1000 Gegendemonstranten versammelt.

11.58 Uhr: Stillstand nördlich des Hauptbahnhofs: 150 bis 200 Meter Luftlinie liegen zwischen Rechten und Linken. Die Stimmung ist angespannt aber nicht aggressiv.

Es sind nach Einschätzung unseres Reporters deutlich weniger als die angekündigten 1000 Rechtsradikalen nach Dortmund gekommen.

11.49 Uhr: Der Bereich nördlich des Hauptbahnhofs ist derzeit der Brennpunkt. Zwei unserer Reporter sind vor Ort - auf beiden Seiten sind wir vertreten. Mehrere hundert Gegendemonstranten versuchen, zu den Nazis durchzudringen.

11.46 Uhr: Die Linken sind an der Steinstraße angekommen. Nazis und Gegner trennen derzeit 150 Meter Luftlinie. Und hunderte Polizisten. Nach Einschätzungen unseres Reporters sind derzeit etwa 100 bis 150 Nazis an der Demo-Startstelle.

11.43 Uhr: Das Bündnis drängt massiv durch den Keuningpark in Richtung Hauptbahnhof. Die Polizei versucht ein Durchbrechen zum Hauptbahnhof zu verhindern.

11.40 Uhr: Mehrere hundert Gegendemonstranten laufen durch den Keuning-Park in Richtung der Startstelle der Nazi-Demonstration. Die Lage ist derzeit nördlich des Bahnhofs recht unübersichtlich.

11.23 Uhr: Die Sitzblockade an der Schillerstraße/Kirchenstraße ist von der Polizei zwei Mal aufgefordert worden, die Kreuzung zu verlassen. Allerdings ist die Situation völlig entspannt. Auch Grünen-Ratsfraktionschef Mario Krüger ist dort vertreten. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Markus Kurth beobachtet die Situation.

11.19 Uhr: Der Kessel an der Ecke Schillerstraße/Schefferstraße ist aufgelöst. Die Demonstranten sind in Richtung Norden abgezogen. Immer mehr Menschen blockieren die Mallinckrodtstraße in Höhe der Schefferstraße. Auch rund 200 Demonstranten von Dortmund Nazifrei sind dort angekommen und wollen bleiben, bis die Rechten in etwa 50 Meter Entfernung vorbeimarschieren.

11.13 Uhr: Reisende, die vom Dortmunder Hauptbahnhof mit dem Zug starten wollen, sollten ein paar Minuten mehr Zeit einplanen. Es kommt hin und wieder zu Personenkontrollen. Grundsätzlich ist der Bahnverkehr durch die Demonstrationen nicht beeinträchtigt.

11.07 Uhr: Bei den festgesetzten Demonstranten an der Ecke Schillerstraße/Schefferstraße handelt es sich wohl um das Bündnis "Dortmund stellt sich quer". In einem kleinen Laden auf der Ecke werden Verletzte behandelt. Sie haben offenbar Pfefferspray abbekommen.

11.04 Uhr: Ein Gastwirt hat den Teilnehmern der Sitzblockade an der Schützenstraße/Kirchenstraße eine Palette mit kühlen Getränken gereicht. Die Blockade ist noch nicht geräumt.

11.00 Uhr: An der Schillerstraße gibt es zwischen Münsterstraße und Schefferstraße einen Polizeikessel mit mehr als 100 festgesetzten Gegendemonstranten.

10.58 Uhr: Unser Reporter meldet einen verletzten Polizisten. Der Mann ist vor knapp einer Stunde im Bereich Mallinckrodtstraße/Hafen verletzt worden, als Linksradikale Pyrotechnik eingesetzt hatten. Er hat offenbar ein Knalltrauma.

10.53 Uhr: An der Blockade Schützenstraße/Kirchenstraße sind die Demonstranten von der Polizei erstmals aufgefordert worden, die Straße zu verlassen. Anders als anderswo gemeldet, ist diese Demonstartion niocht angemeldet.

10.50 Uhr: Immer mehr Menschen kommen zu der Sitzblockade an der Ecke Schützenstraße/Ecke Kirchenstraße. Sie ist derzeit nicht angemeldet. Die Initiatoren von Dortmund Nazifrei erwägen, dies noch zu tun. "Wir bleiben so lange hier sitzen, wie dies friedlich möglich ist", so Dortmund Nazifrei-Sprecher Alexander Wutke. Die Stimmung sei friedlich und ausgelassen. 

10.33 Uhr: Der übliche Einkauftrubel in der Innenstadt hat begonnen. Die Läden haben geöffnet. Die Besucher kommen. Einige, darunter Saturn am Westenhellweg und die Sparkasse, haben Absperrungen und Sicherheitsleute vor den Geschäften. Auch hier sichert die Polizei.

10.26 Uhr: Die Blockade an der Ecke Schützenstraße/Kirchenstraße besteht weiterhin. Die lage ist dort sehr entspannt. Auch Stadtrat Wilhelm Steitz hat sich dort in die Reihen der Demonstranten eingereiht. Die Blockade wird von der alevitischen Jugend organisiert. 

10.24 Uhr: Die Polizei hat soeben eine Pressemitteilung zum Stand der Dinge herausgegeben: Die Mitteilung im Original:

In den Vormittagsstunden begann der Zulauf von Demonstrationsteilnehmern Rechts sowie Links in die Dortmunder Innenstadt. Die Anreise erfolgte zum Großteil mit ÖPNV.
 
 Zurzeit befinden sich ca. 800 Kundgebungsteilnehmer Links in der nördlichen Innenstadt. Hinzu kommt eine größere Anzahl von Kleingruppen Links, die sich im innerstädtischen Bereich unterwegs sind.
 
An einer Sperrstelle an der Westfaliastraße versuchten zunächst mehrere hundert gewaltbereite Personen, die dortige Sperrstelle zu durchbrechen. Der Polizei gelang es, einen Teil der Gruppe durch den Einsatz starker Kräfte sowie dem Einsatz von Pfefferspray abzudrängen. Dabei wurden mehrere Personen verletzt. Die genaue Anzahl ist derzeit nicht bekannt.

Die Polizei fordert alle Versammlungsteilnehmer nochmals auf, sich friedlich und gewaltfrei zu verhalten. Gegen Gewalttäter wird die Polizei weiterhin konsequent vorgehen.


10.22 Uhr: Seit heute Morgen 6 Uhr hat das Ordnungsamt bis jetzt 59 Fahrzeuge entlang der Demonstrationsrouten abschleppen lassen. Seit 6 Uhr sind die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung unterwegs. Ein Sprecher weist noch mal daraufhin, dass absolutes Halteverbot entlang der Demonstrationsstrecken besteht: „Das ist unnötig teuer für die Betroffenen.“
 
Am Freitag wurden im Bereich Saarlandstraße 78 Autos abgeschleppt.

10.13 Uhr: An mehreren Stellen versuchen Gegendemonstranten auf die Demo-Strecke der Nazis zu kommen. Unter anderem an der Lützowstraße und Schützenstraße versuchen sie durch Polizeisperren zu brechen. An beiden Stellen sind es insgesamt über 1000 Personen.

10.11 Uhr: Die Polizei hat uns soeben bestätigt, dass auf der Westfaliastraße meherere Demonstranten durch den Einsatz von Pfefferspray verletzt wurden. Dort hatten Demonstranten eine Polizeisperre durchbrochen. Auch Polizeiautos sollen beschädigt worden sein.

10.10 Uhr: Die Polizei spricht von einem „strikten Sperrkonzept“: „Wer zu einer der angemeldeten Demonstrationen möchte, wo er merklich auch zugehört, dann gelangen die Menschen auch in diesen Bereich“, so ein Sprecher. Andere eben nicht. Wer zu einer nicht angemeldete Gegenveranstaltung wolle, könne dies tun, müsse aber Umwege in Kauf nehmen. Durch die Sperrzone sei der Durchgang nicht möglich. Von einer Beschwerde des Oberbürgermeisters zur Vorgehensweise der Polizei bei deren Einsatzleiter sei der Polizei bislang nichts bekannt. 

Die Bornstraße ist derzeit komplett gesperrt.


10.03 Uhr: An der Sperrstelle Schillerstraße/Schützenstraße versuchen unter anderem Oberbürgermeister Ullrich Sierau und die Grüne Landesvorsitzende Monika Düker in Gesprächen die Polizei von einem weniger martialischen Auftreten zu bewegen.

10.01 Uhr: An der Kreuzung Schillerstraße/Kirchenstraße gibt es eine Sitzblockade von etwa 50 Personen.

9.52 Uhr: Nach Informationen der Ruhr Nachrichten hat sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau in einem persönlichen Telefonat mit Polizei-Einsatzleiter Dieter Keil über die Strategie der Polizei beschwert. Aus Sieraus Sicht seien die Kontrollen am Hauptbahnhof zu streng. Gegendemonstranten würden nicht zu angemeldeten Kundgebungen in der Nordstadt gelangen.

9.51 Uhr: Unsere Reporter sind unterwegs zur Ecke Schützenstraße/Kirchstraße. Dort soll es eine Blockade geben.

9.35 Uhr: Zitate von der Demonstration mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau: "Das ist das demokratische Dortmund hier ... Tausende Bürger gehen bei 50 Veranstaltungen gegen Nazis vor. Das wird ewig so sein."
 
"Ich habe gehört, dass Neonazis in Thüringen zum halben Preis in ein Konzert kommen, wenn sie heute in Dortmund waren. Das sind Discount-Nazis."

"Die demokratische Kultur verträgt es nicht, wenn immer Nazi-Horden durch die Stadt ziehen" - deshalb habe er auch zu Blockaden aufgerufen, sagt Sierau.

9.21 Uhr: Am Hauptbahnhof ist die erste Gruppe Neonazis angekommen, haben unsere Reporter beobachtet. Sie wird in nördliche Richtung hinausgeführt.

9.16 Uhr: An der Ecke Goethestraße/Schützenstraße hat die Demonstration des Bündnisses Dortmund Nazifrei begonnen. Unter anderem ist Oberbürgermeister Ullrich Sierau dort vor Ort. 

9.15 Uhr: Antifa zieht in Gruppen durch die Seitenstraßen an der Schützenstraße. Diese suchen nach Angaben unseres Reportes potenzielle Schwachstellen bei der Polizei. Ketten stehen an zahlreichen stellen, blockieren Wege zur Aufmarschstrecke der Nazis.

8.57 Uhr: Guten Morgen, wir starten unseren Demo-Ticker. Die Nordstadt wird derzeit abgeriegelt. Polizeisperren sind an allen Zufahrtstraßen eingerichtet. "Wer zu einer angemeldeten Demonstration gehen möchte, kommt auch durch", versichert ein Polizeisprecher. An der Ecke Schützenstraße/Schillerstraße kommt es zu ersten verbalen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Antifa.

Selbst in den Zwischenstraßen kontrollieren Polizisten. Sie sprechen Anwohner an, die durch wollen, schreiben sich deren Adressen in Notizblöcke, berichten unsere Reporter. An der Mallinckrodtstraße sind gleich mehrere Abschleppwagen angerückt. Sie entfernen die Fahrzeuge, die entlang der geplanten Demonstrationsstrecke geparkt sind. Dort herrscht absolutes Halteverbot. 

Auch der Bereich Katharinentreppe ist derzeit komplett gesperrt.

Zum Freitag:

Bereits am Vorabend waren etwa 200 Neonazis durch Dortmund gezogen. Etwa 1000 Gegendemonstranten versuchten, den Aufmarsch durch die südliche Innenstadt zu stören. Den Nazi-Gegner gelang es, ihren Protest zu äußern, angekündigte Blockaden blieben aber weitgehend aus.
Der Vorabend der Samstags-Demonstration verlief friedlich. Lediglich neun Festnahmen meldete die Polizei am Freitagabend.

Fotostrecke Samstag: Polizei-Aufgebot in Dortmunder Innenstadt

Fotostrecke Freitagabend: Neonazi-Demo in Dortmund

Fotostrecke Freitagabend: Demo gegen Nazis in Dortmund

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