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Medienhaus Lensing
02.09.2011 23:03 Uhr
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Neun Festnahmen: Neonazis zogen durch die südliche Innenstadt

DORTMUND Etwa 200 Anhänger der rechten Szene sind am Freitagabend durch ein abgesperrtes Gebiet in der südlichen Innenstadt Dortmunds gezogen. Auch Gegendemonstranten waren unterwegs, Anwohner protestierten lauthals. Es gab neun Festnahmen, die Situation blieb aber friedlich. Unser Tagesticker zum Nachlesen.Von den Ruhr-Nachrichten-Reportern

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Gegendemonstranten ziehen am Dortmunder U vorbei. (Foto: Foltynowicz)

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Die wichtigsten Entwicklungen:

  • Am Vorabend des großen Neonazi-Aufmarsches zogen etwa 200 Rechtsradikale durchs Saarlandstraßenviertel.
  • Etwa 1000 Gegendemonstranten und Anwohner protestierten.
  • Es gab neun Festnahmen, die Polizei schätzt das Geschehen aber als friedlich ein.
  • Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Dieses ist unter Telefon (0231) 132 55 55 zu erreichen.

Fotostrecke Freitagabend: Neonazi-Demo in Dortmund

Fotostrecke Freitagabend: Demo gegen Nazis in Dortmund





Aktualisierung 23.03 Uhr:

Nun meldet die Polizei insgesamt neun vorläufige Festnahmen. Zu den bekannten vier Festnahmen im rechten Spektrum kamen fünf Festnahmen im linken Spektrum. Nach Polizeiangaben leistete eine Person Widerstand, vier weitere hätten gegen das Vermummungsverbot verstoßen. Damit endet unsere aktuelle Berichterstattung an dieser Stelle. Wir berichten am Samstag ab etwa 9 Uhr auf unserer Website über das Demonstrationsgeschehen in Dortmund. Wir halten Sie auch auf dem Laufenden, inwieweit die Aufmärsche und möglichen Blockaden das Leben in der Stadt beeinträchtigen, und wünschen Ihnen eine ruhige und friedliche Nacht.

Aktualisierung 21.30 Uhr:

Die Demonstration der Neonazis ist nach genau 2 Stunden und 30 Minuten beendet. Der letzte Redner hat wie erwartet eine Abfahrt per S-Bahn angekündigt.

Aktualisierung 21.17 Uhr:

Inzwischen werden auf der Nazi-Kundgebung die letzten Reden gehalten. Die Polizei geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass die Demo am Südbad gegen 21.30 Uhr endet.

Aktualisierung 21.04 Uhr:

Einer unserer Reporter meldet aus der Dortmunder Nordstadt, dass auch dort bereits viel Polizei unterwegs ist. Die Absperrgitter für das morgige Demo-Geschehen stehen bereit. Zahlreiche Mannschaftswagen der Polizei stehen an den Straßenecken.

Aktualisierung 21.01 Uhr:

Nach wie vor ist eine Gruppe linker Demonstranten auf der Rheinischen Straße in Richtung Dorstfeld unterwegs. Der Stadtteil gilt als Hochburg der Nazis.

Aktualisierung 20.56 Uhr:

Inzwischen ist die Nazi-Demo wieder komplett am Südbad eingetroffen. Es wird damit gerechnet, dass die Nazis wieder mit der S4 in Richtung Dorstfeld davonfahren.

Aktualisierung 20.49 Uhr:

Die Polizei hat Neonazis und Gegendemonstranten in den letzten zwei Stunden nicht zu 100 Prozent getrennt. Antifaschistische Gruppen und Anwohner des Saarlandstraßenviertels konnten immer wieder bis auf 25 Meter an die Neonazis heran. Dadurch konnten die Gegendemonstranten den Neonazis zeigen, dass sie unerwünscht sind. Einschätzung unseres Reporters: Mit dieser Strategie hat die Polizei einen Beitrag dazu geleistet, dass alle zu ihrem Recht gekommen sind. Das war ein guter Schritt angesichts der Debatte der letzten Tage über die Blockaden.

Aktualisierung 20.41 Uhr:

Eine erste Pressemitteilung der Polizei ist in der Redaktion eingetroffen. Die wichtigsten Details:

Nach Polizeiangaben demonstrierten etwa 200 Neonazis. Dabei wurden vier Personen festgenommen. Entweder, weil sie den Hitlergruß gezeigt haben oder weil sie verbotene Gegenstände mitgeführt haben.

Insgesamt 1000 Gegendemonstranten waren auf den Straßen der Innenstadt unterwegs. Bis auf eine kleinere Straßenblockade mit etwa 60 Teilnehmern gab es keine Konfrontationen.

Erstes Fazit der Polizei: "Ein ruhiger und friedlicher Einsatzverlauf."

Aktualisierung 20.39 Uhr:

Der Nazi-Demonstrationszug hat nun fast die Ruhrallee erreicht. Von dort soll es zurück zum Südbad gehen. Es deutet derzeit nichts auf Konfrontationen auf der Demonstrationsstrecke hin.

Aktualisierung 20.33 Uhr:

An der Ecke Hohe Straße/Sonnenstraße ziehen Nazis an den Absperrungen vorbei. Zwischen ihnen und der Antifa stehen ein Räumpanzer und ein Wasserwerfer. Alles sehr laut - vor allem die Antifa. 

Aktualisierung 20.26 Uhr:

An der Ecke Hohe Str./Sonnenstraße hat sich eine Gruppe von Gegendemonstranten an einer Polizeisperre versammelt.

Aktualisierung 20.22 Uhr:

Die Nazis sind mit einem Lautsprecherwagen unterwegs. Da in der Umgebung aber zahlreiche Anwohner und Gegendemonstranten Lärm machen und die Nazis ausbuhen, ist von den Parolen der Nazis in der Demo-Umgebung quasi nichts zu hören.

Aktualisierung 20.18 Uhr:

Die Nazis werden ihre Demonstration nach Angaben unseres Reporters in wenigen Minuten fortsetzen.

Aktualisierung 20.11 Uhr:

Der Wall ist wieder frei, die Demonstration vom Hauptbahnhof zieht wie angemeldet die Rheinische Straße herunter in Richtung Dorstfeld.

Aktualisierung 20.06 Uhr:


Im Schutz zahlreicher Polizeikräfte halten die Neonazis ihre Kundgebung ab. Die erste Rede dort ist beendet. In der Umgebung halten sich Nazi-Gegner auf. Bisher ist es ihnen aber kaum gelungen, die Demonstration der Nazis zu stören.

Aktualisierung 20.02 Uhr:

Vom Hauptbahnhof läuft ein Demonstrationszug in Richtung Saarlandstraßenviertel. Deshalb kommt es auf dem Wall zu größeren Verkehrsbehinderungen. Es handelt sich um Gegner der Nazis.

Aktualisierung 19.44 Uhr:

Auch am Busbahnhof gegenüber des Hauptbahnhofs haben sich etwa 100 Gegendemonstranten versammelt. Was deren Ziel ist, ist derzeit noch unklar.

Aktualisierung 19.31 Uhr:

Die Hohe Straße ist an der Ecke Saarlandstraße/Hohe Straße komplett gesperrt. Dort halten die Nazis eine Kundgebung ab.

Aktualisierung 19.28 Uhr:

Die Nazi-Demo hat inzwischen den Ort einer Zwischenkundgebung an der Hohen Straße erreicht. Starke Polizeikräfte riegeln das Geschehen ab. Auch berittene Polizisten sind im Einsatz.

Aktualisierung 19.24 Uhr:

An der Saarlandstraße protestieren Anwohner lautstark gegen den Nazi-Durchschmarsch. Das Ganze sehr emotional aber absolut friedlich. Blockaden gibt es derzeit nicht. Immer wieder werden Polizisten gefragt: "Warum schützt Ihr die Nazis?"

Aktualisierung 19.19 Uhr:

Die Konfrontation von Gegendemonstranten und Polizei am Vinckeplatz hat sich aufgelöst. Die Gegendemonstranten versuchen offenbar in kleinen Gruppen, zur Route der Nazi-Demo durchzukommen.

Die Nazi-Demo hat derweil die Ecke Chemnitzerstraße erreicht.

Aktualisierung 19.15 Uhr:

Die Polizei leitet die Nazi-Demonstration an der Blockade der Anwohner vorbei.

Aktualisierung 19.12 Uhr:

Eine Gruppe von etwa 40 Anwohnern mit Kindern blockiert die Ecke Saarlandstraße/Ruhrallee. Die Nazi-Demo steht kurz vor dieser Blockade.

Aktualisierung 19.07 Uhr:

Am Vinckeplatz hat die linke Gegendemonstration sich aufgelöst. Eine Polizeikette sperrt den Weg in Richtung Kreuzstraße ab. Die Polizisten haben Helme aufgesetzt. Sie wollen verhindern, dass Nazi-Gegner in Richtung Nazi-Demo durchbrechen.

Aktualisierung 19.03 Uhr:

Die Gegendemonstration hat den Vinckeplatz erreicht. Die Polizei hat den Weg in Richtung Osten abgeriegelt - dort demonstrieren die Nazis.

Aktualisierung 19.00 Uhr:

Die rechten Demonstranten haben mit ihrem Aufmarsch begonnen. In ihrem Weg befinden sich auf der Kreuzung an der Ecke Saarlandstraße/Ruhrallee etwa 50 Anwohner.

Aktualisierung 18.44 Uhr:

Links und rechts der Nazi-Demonstrationsstrecke haben sich einige hundert Anwohner des Saarlandstraßenviertels versammelt. Ob diese den Nazi-Aufzug blockieren wollen, ist derzeit unklar.

Aktualisierung 18.24 Uhr:

Die Lindemannstraße ist zwischen Möllerbrücke und Neuer Graben gesperrt. Die Gegendemonstration wird jetzt - formell unter neuem Namen -  in Richtung Vinckeplatz weiterziehen.

Aktualisierung 18.21 Uhr:

Mindestens 100 Gegendemonstranten haben sich nach Angaben unseres Reporters an der Kreuzung Saarlandstraße/Dresdner Straße versammelt. Darunter auch Mandatsträger der Grünen. Auf der Straße steht mit Kreide geschrieben: "Nazis verpisst Euch".

Aktualisierung 18.17 Uhr:

Etwa 300 bis 400 linke Demonstranten halten an der Möllerbrücke derzeit eine "Zwischenkundgebung" ab. Wie sich diese Gruppe anschließend verhält, ist derzeit noch unklar.

Aktualisierung 18.10 Uhr:

Die Polizei hat soeben die Ruhrallee an der Kreuzung Saarlandstraße gesperrt. Hier soll die Nazi-Demo gleich durchziehen.

Aktualisierung 18.03 Uhr:

Vom Westentor aus bewegt sich ein Demonstrationszug der Linken auf der Möllerstraße in Richtung Süden.

Am Südbad haben die Rechtsradikalen eine mobile Bühne auf einem LKW aufgebaut. Dort sollen gleich zwei rechtsradikale Bands auftreten.

Aktualisierung 17.57 Uhr:

An Autobahnabfahrten stoppt die Polizei Fahrzeuge, etwa an der B236. Offenbar werden dort Busse mit anreisenden Demonstranten untersucht.

Aktualisierung 17.50 Uhr:

In zehn Minuten soll die Kundgebung der Nazis am Südbad beginnen. Noch herrscht dort aber gähnende Leere - etwa 20 Personen sind versammelt. Nach Informationen unserer Redaktion wollen allerdings viele Nazis mit der S-Bahn anreisen.

Aktualisierung 17.41 Uhr:

Am Westentor haben sich etwa 150 Demonstranten versammelt. Einige haben sich nach Angaben unseres Reporters vermummt oder sind anderweitig als Vertreter der Autonomen Linken zu erkennen.

Aktualisierung 17.22 Uhr:

Auch der U-Turm beteiligt sich an den Protesten. Unter den Tauben läuft wie im vergangenen Jahr ein Spruch gegen Nazis.

Am Westentor haben sich etwa 50 bis 60 Anti-Nazi-Demonstranten versammelt. Sie wollen gleich in Richtung Lindemannstraße ziehen.

Aktualisierung 17.08 Uhr:

Am Südbad soll um 18 Uhr die Demonstration der Neonazis beginnen. Die Polizei führt dort erste Gespräche mit Organisatoren des Aufmarsches. An der Ecke Hainallee/Saarlandstraße hält die Polizei einen Wasserwerfer und einen Räumpanzer bereit.

Aktualisierung 17.01 Uhr:

Am Vinckeplatz soll eine Kundgebung des Bündnisses "Dortmund stellt sich quer" stattfinden. Der Platz ist umringt von Polizisten und deren Mannschaftswagen. Im Moment sind dort etwa zehn Mal so viele Polizisten wie Demonstranten anwesend.

Aktualisierung 16.33 Uhr:

Unser Reporter Peter Bandermann berichtet aus dem Saarlandstraßenviertel, dass dort im Minutentakt Autos abgeschleppt werden. Ein 60-jähriger Anwohner sagte ihm gerade: "Hier kommt der ganze Einzelhandel zum Erliegen. Normalerweise ist es hier nachmittags voll."

Aktualisierung 16.18 Uhr:

Letzte Chance: In der morgigen Zeitung gibt es zahlreiche Fotos von Dortmundern, die ihr Gesicht gegen die Nazis zeigen. Wer noch mitmachen will, sollte sein Foto schnell in diesem Artikel hochladen.

Aktualisierung 16.07 Uhr:

Die für 16 Uhr angekündigte Anti-Nazi-Demonstration am Platz der Synagoge ist auf 17 Uhr verschoben worden. Im Moment steht vor dem Theater jede Menge Polizei, sonst niemand.

Auf B54 und B1 wird es nach Angaben unseres Reporters gerade eng, neben dem Feierabendverkehr dürfte das auch an den Polizei-Kolonnen liegen, die derzeit zu den Sammelplätzen unterwegs sind.

Aktualisierung 15.42 Uhr:

Die Polizei warnt per Pressemitteilung vor einer gefälschten Sperrmüllsammlung in der Nordstadt. Auf Handzetteln werden Anwohner gebeten, alte Möbel und Elektrogeräte auf die Straße zu stellen. Angeblich sollen die Gegenstände am Samstag um 9 Uhr abgeholt werden.

Dieser Aufruf sei gefälscht, erklärte die Polizei. Wer ihm folge, müsse mit kostenpflichtigen Konsequenzen rechnen.

Nach Informationen unserer Redaktion handelt es sich bei dem Aufruf um eine Aktion von Nazi-Blockierern. Auf diese Weise will man sich offenbar mit Material für Barrikaden ausrüsten. Die Polizei dementiert diese Informationen nicht.

Aktualisierung 15.14 Uhr:

Im Saarlandstraßenviertel sperrt die Polizei derzeit einzelne Straßen ab. Zwischen Ruhrallee und Hohe Straße werden Bereiche abgeriegelt. Die Sperren werden nach und nach ausgebaut.

Über dem Hauptbahnhof kreist derweil ein Hubschrauber der Bundespolizei.

Aktualisierung 14.32 Uhr:

Langsam wird es ernst. Am Hauptbahnhof sind erste Absperrgitter aufgebaut, gegenüber am Busbahnhof sammeln sich die Mannschaftswagen der Polizei-Hundertschaften. Auch an der Saarlandstraße fahren mehr und mehr Polizeifahrzeuge auf. Auch hier werden Absperrgitter angekarrt.

In den U-Bahnstationen weisen die Stadtwerke mit Laufband-Anzeigen darauf hin, dass am Samstag zwischen 6 und 21 Uhr die U-Bahnstationen Schützenstraße und Leopoldstraße komplett geschlossen sind. Für heute Nachmittag trifft das auch für die U-Bahn-Station Saarlandstraße zu.

Alle Informationen zu Umleitungen und Sperrungen bei Bus & Bahn gibt es in unserer Übersicht.


Aktualisierung 14.15 Uhr:

Vorsicht Autofahrer, an vielen Straßen, an denen Demos geplant sind, gilt Halteverbot. Unsere Reporter haben schon Abschleppwagen in Aktion gesehen - und erboste Autofahrer. Eine Übersicht über die Demorouten bietet unsere Übersichts-Karte.

Aktualisierung 13.30 Uhr:

Mit einer Flugblattaktion in deutscher und türkischer Sprache auf dem Nordmarkt werben die Akteure des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus derzeit für ihre Demonstration am Samstag. Start dafür ist um 12 Uhr an der Katharinentreppe u.a. mit einer Ansprache von Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Von dort geht es über Kampstraße, Freistuhl, Wall, Leuthardstraße und Nordstraße zum Nordmarkt. Er soll mit einer Menschenkette umschlossen werden.

"Wir wollen nicht nur gegen Neonazis demonstrieren, sondern auch Solidarität mit der Nordstadt und den hier lebenden Menschen zeigen", erklärt Arbeitskreis-Sprecher Pfarrer Friedrich Stiller. Die Teilnehmer werden auf ihrer Route so auch an verschiedenen Stationen Halt machen, die an den Nazi-Terror während des Dritten Reiches erinnern und von Vertretern des Moscheevereins an der Kielstraße empfangen.

Vom Nordmarkt geht es zum Platz vor der Josefskirche an der Münsterstraße, wo mit einem Freundschaftsfest bis 16 Uhr weiter gefeiert und demonstriert wird. Dazu gibt es ein buntes Informations- und Kulturprogramm.

Geplant ist ein friedlicher Protest für die ganze Familie - abseits aller Blockade-Diskussionen. "Hier kann jeder hinkommen, der eine sichere Veranstaltung besuchen möchte, auch mit Kindern und Großeltern, um gegen die Neonazis zu protestieren", betonen Stiller und Ralf Beltermann vom DGB als Sprecher der Arbeitskreises. Hinter dem Arbeitskreis steht ein breites Bündnis aus Kirchen, Parteien, Verbänden und Gewerkschaften.

Trotzdem ist es den Organisatoren auch wichtig, mit ihrer Demonstration so nah wie möglich an die Route des Neonazi-Aufmarsches zu kommen. "Die Polizei muss sich fragen lassen, ob sie mit der großräumigen Trennung dem demokratischen Protest einen Dienst erweist", stellt Stiller fest. Genau im Auge werde man auch behalten, ob wie im Vorjahr Menschen von der Polizei daran gehindert werden, den Demonstrationsort in der Nordstadt zu erreichen.

Aktualisierung 12.29 Uhr:

In einer interaktiven Karte haben wir die Demonstrationsrouten von Neonazis und Gegendemonstranten eingezeichnet. Wir aktualisieren diese weiter. Hier finden Sie die Karte.

Aktualisierung 11.58 Uhr:

Wir haben gerade bei der Polizei angefragt, noch ist im Saarlandstraßenviertel alles ruhig. Das dürfte sich im Verlauf des Nachmittags ändern, Neonazis wollen mit Startpunkt Südbad durch das Viertel ziehen. Linke Gruppen aber auch Anwohner haben zu Gegendemonstrationen aufgerufen.

Unsere Reporter sind unterwegs, wir werden an dieser Stelle über das Demonstartionsgeschehen aber auch über mögliche Verkehrsbehinderungen berichten.

Zum Hintergrund:

Mehrere Bündnisse gegen Rechts haben Gegenveranstaltungen mit insgesamt mehr als 1000 Teilnehmern angekündigt. Die Polizei will beide Seiten auseinanderhalten, um Zusammenstöße zu vermeiden.

Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Man erreicht es unter Telefon (0231) 132 55 55.

Trotzdem müssen Demonstranten und andere Verkehrsteilnehmer mit Behinderungen durch den Großeinsatz rechnen. Am Samstag vor allem in der Nordstadt – und am Freitagnachmittag in der Südstadt, wo Nazis und deren Gegner durch das Saarlandstraßen- und das Kreuzviertel ziehen.

Das Bündnis wolle das Blockieren am Freitag bereits einmal „üben“. Auch andere Antifa-Organisationen, die sich selbst als „linksradikal“ bezeichnen, sind dann unterwegs. Der Großeinsatz der Polizei mit mehreren tausend Kräften, die aus ganz Deutschland zusammengezogen werden, beginnt deshalb nicht erst am Samstag, sondern schon heute.

Die Neonaziszene versucht seit Jahren anlässlich des Nationalen Antikriegstages Stimmung in Dortmund zu machen. Für Samstag sind Hauptdemonstrationen beider Seiten geplant.


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