Westfalenpark: Tocotronic rockt Samstag bei Juicy Beats
DORTMUND Lieder von Liebe, Widerstand und Träumen – ihre Musik prägte eine komplette Generation. Am Samstag kommen die Jungs von Tocotronic nach Dortmund. Sie sind einer der Headliner beim Juicy Beats-Festival. Wir sprachen zuvor Dirk von Lowtzow (39).
Dirk von Lowtzow, Sänger und Gitarrist bei Tocotronic. (Foto: dpa)
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Dirk von Lowtzow: Na klar. Wir freuen uns schon sehr. Beim Juicy Beats sind wir das erste Mal dabei. Das wird bestimmt schön.
Im März habt ihr im Freizeitzentrum West (FZW) gespielt. Hast Du auch was von der Stadt gesehen?
von Lowtzow: Ich bin den Weg vom Hotel zum FZW gelaufen. Das waren rund 20 Minuten Fußweg. Da konnte ich ein paar Impressionen sammeln. Die waren schön.
Ihr geltet als Hamburger Jungs. Du wohnst aber in Berlin.
von Lowtzow: Naja, das mit den Hamburger Jungs kommt eher aus den Medien. Zwei von uns leben in Hamburg, zwei in Berlin. Wir proben in der Hansestadt. Die Bahn macht‘s möglich.
Das letzte Album „Schall und Wahn“ katapultierte euch an die Chartspitze zurück. Wie geht ihr mit dem Erfolg um?
von Lowtzow: So etwas kann man nicht planen. Wir nehmen das eher als Kuriosum hin. Wenn man eine Lady Gaga von der Spitze stößt, dann hat das schon was. Allerdings klopfen wir uns jetzt nicht alle gegenseitig auf die Schulter. Wir bleiben bodenständig.
Kurios ist auch, dass Kritiker sagen, eure Texte seien nicht mehr greifbar. Wie lautet dein Konter?
von Lowtzow: Wer bei Tocotronic Sachen sucht wie Greifbarkeit oder Authentizität, der ist bei uns auf der falschen Baustelle. Wir zwingen niemanden uns zu hören. Jeder kann selbst entscheiden.
2010 ist auch das Jahr von Lena Meyer-Landrut. Wo hast Du den Grand-Prix verfolgt?
von Lowtzow: Zuhause vor dem Fernseher. Klasse Leistung von Lena.
Wann sehen wir Tocotronic beim Grand-Prix? Hamburg und Berlin sind um eine mögliche Ausrichtung 2011 noch im Rennen.
von Lowtzow: Wir werden nicht beim Grand-Prix antreten. Die Musik dort geht in eine komplett andere Richtung. Musik in einen Wettbewerbs-Kontext zu setzten, das ist nicht unser Ding.
Wie sehen denn eure Pläne für die Zukunft aus?
von Lowtzow: Wir werden jetzt noch auf einigen Festivals spielen. Im Herbst spielen wir eine kleine Hallen-Tour. 2011 machen wir ein Sabbatjahr.

























