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Medienhaus Lensing
09.02.2012 15:30 Uhr
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Deponie Grevel: Bürger sollen Solaranlage auf der Halde mitfinanzieren

GREVEL Wo jetzt noch wilde Gräser wuchern, sollen sich bald schon schwarzglänzende Solarzellen zur Sonne wenden. Auf der alten Deponie Nordost soll eine Photovoltaikanlage entstehen – unter finanzieller Beteiligung aller interessierten Bürger.Von Eike Risto

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Eine Solaranlage mit Bürgerbeteiligung soll auf der ehemaligen Deponie Grevel entstehen. (Foto: dpa)

Insgesamt soll eine Fläche von 2,8 Hektar auf dem 36 Hektar großen Betriebsgelände der Deponie Nordost mit Reihensolaranlagen bebaut werden. Nach Inbetriebnahme sollen diese 2,8 Megawatt Strom produzieren und dadurch rund 1000 Haushalte umweltfreundlich mit Energie versorgen.

Wege und Freizeitflächen bleiben erhalten

Die auf dem Gelände vorhandenen Gasbrunnen werden aus Sicherheitsgründen umbaut, die Anlage zusätzlich mit einem Zaun gesichert. Alle Wege und die vorhandenen Freizeitflächen sollen erhalten bleiben.

Dass auf der alten Deponie eine Photovoltaikanlage entstehen soll, hatte der Rat der Stadt bereits im vergangenen Mai beschlossen. Den Zuschlag für den Betrieb der Anlage erhielt die Solarplus GmbH mit Sitz in Dortmund.

Gebaut wird die Anlage von der Hamburger Firma SunEnergy Europe, die bereits an anderen Standorten Erfahrungen mit Großsolaranlagen gesammelt hat.

Kosten von 3,8 Millionen Euro

Gemeinsam werben die Unternehmen derzeit in den Bezirksvertretungen um Unterstützung für das Projekt, dessen voraussichtliche Kosten von 3,8 Millionen Euro maßgeblich durch Bürgerbeteiligung gedeckt werden sollen. Solarplus-Geschäftsführer Stefan Schlepütz (Foto) hofft darauf, „alle interessierten Bürger mit ins Boot holen zu können“.

Schon mit Kleinbeträgen ab 4000 Euro sollen sich Dortmunder Privatleute in das Projekt einkaufen können. Im Gegenzug werden sie über die 20-jährige Laufzeit an den Gewinnen des Solarparks beteiligt.

EDG ist Eigentümerin der Deponie

Eigentümerin der Deponie ist die EDG, so dass die Pachterlöse von 7700 Euro pro Jahr am Ende den Müllgebührenzahlern zu Gut kommen – spürbar werden die Erleichterungen aber allenfalls im Nachkommabereich. 

Nach Abschluss der Projektentwicklung in zwei Monaten soll der finale Entwurf zur Genehmigung der Regierungsbehörde in Arnsberg vorgelegt werden. Gibt diese grünes Licht, soll der Bau der Anlage innerhalb von drei Monaten ab Zusage abgeschlossen werden.

Schon im November könnten dann auf der Greveler Deponie Solarzellen die Kraft der Sonne einfangen.


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