Interview mit Elke Kochanek: Einzügigkeit bedeutet keine Gefahr
NEUASSELN Seit dem 1. Februar ist Elke Kochanek (50) neue Leiterin der Fichte-Grundschule. Im Gespräch verriet sie Redakteurin Petra Frommeyer, wie ihr die neue Aufgabe gefällt und welche Ziele sie verfolgt.
Elke Kochanek. (Foto: Frommeyer)
- Am Hienbergwald Ein neuer See für Lanstrop
- Minister-Stein-Schule Kalte Turnhalle legt Betrieb beim VfL Kemminghausen lahm
- Oberbecker Straße Jugendliche nach Farbschmierereien festgenommen
- Stolpersteine Brackel ist jetzt Teil eines großen Netzwerks des Gedenkens
- Deponie Grevel Bürger sollen Solaranlage auf der Halde mitfinanzieren
Kochanek: Das ist mir nicht schwer gefallen. Die Fichte-Grundschule bietet wirklich gute Rahmenbedingungen mit einem starken Kollegium, einer engaierten Elternschaft und großzügigen Räumen.
Gerade engagierte Eltern sind in Zeiten knapper Kassen für Schulen überlebenswichtig, oder?
Kochanek: Das kann man wohl sagen. Denn wir dürfen nur noch das kaufen, was unabdingbar zur Aufrechterhaltung des Unterrichts erforderlich ist, wie zum Beispiel Tafelkreide. Durch unseren Förderverein sind weiterhin tolle Projekte möglich.
Sie haben die Schule ohnehin in einer schweren Zeit übernommen, denn im kommenden Schuljahr sind sie einzügig?
Kochanek: Das stimmt. Ich sehe darin allerdings keine Gefahr. Die Einzügigkeit ist für uns nicht richtungsweisend. Es ist ein geburtenschwacher Jahrgang, und es hat nichts damit zu tun, dass Eltern sich für andere Grundschulen entschieden hätten.
Woher wissen Sie das?
Kochanek: Eines meiner Ziele ist der enge Kontakt zu den Kindergärten und -tagesstätten. Dadurch haben wir die Rückmeldung, dass die Kinder aus dem Raum Neuasseln überwiegend hier unterrichtet werden sollen und dass die Schule einen guten Ruf genießt.
Eine Schule ist heute nur noch konkurrenzfähig, wenn sie einen Offenen Ganztag anbietet. Wie ist das Interesse hier?
Kochanek: "Wir haben 75 Plätze und 75 Kinder, die die OGS besuchen. In diesem Jahr haben wir sogar mehr Anmeldungen als freie Plätze. Das ist sehr bedauerlich, weil wir Prioritäten setzen müssen.
Ist die OGS ausbaufähig?
Kochanek: Das hängt von vielen Komponenten ab. Träger ist auch hier der Förderverein, der das stemmen muss. Es soll keine Beliebigkeit entstehen, hier wird viel Wert auf qualitative Betreuung gelegt.















