Zweifel an Kohlenmonoxid: Gas-Unfall: Warum starb Rentnerin Steffi B. in Eving?
EVING Zunächst schien alles klar: Kohlenmonoxid tötete am Dienstag die 72-jährige Rentnerin Steffi B. in der Preußischen Straße in Eving. Doch an dieser Version gibt es Zweifel.
Die versiegelte Tür am Unglückshaus in der Preußischen Straße. (Foto: Großekemper)
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Gasgeruch wahrgenommen
Nachdem der Sohn der Verstorbenen am Dienstag seine Mutter nicht erreicht hatte, trat er mit einem weiteren Mann die Tür ein und fand die Frau leblos auf. Ein dann hinzugerufener Notarzt nahm laut Einsatzprotokoll der Polizei einen Gasgeruch wahr – Kohlenmonoxid, das laut Feuerwehr später in der Wohnung der Frau in „erheblicher Konzentration gemessen“ worden sei, ist allerdings geruchlos.
Fotostrecke Tödliches Gas-Unglück in Eving
Zu dem Gasgeruch passt auch die Schilderung einer Nachbarin aus dem selben Haus, die „des Öfteren“ sowohl im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses als auch in der Wohnung der Verstorbenen Gasgeruch wahrgenommen habe. Die 72-jährige B. habe den Geruch damit begründet, dass im Backofen eine gasbetriebene Heizspirale kaputt sei – sie habe, hätte die Verstorbene in der Vergangenheit gesagt, bereits ein Ersatzteil bestellt.Doch auch die Heizungsanlage im Haus war häufiger defekt, zuletzt am Dienstagmorgen arbeiteten Monteure an der Anlage – wenige Stunden vor dem Auffinden der Toten.
Sollte sich die Kohlenmonoxid-Vergiftung als Todesursache bestätigen, wäre das der zweite Fall in diesem Winter in Dortmund, eine 90-Jährige war im November in Bodelschwingh gestorben.
Heizung ist abgestellt
Allerdings ist auch im Nachbarhaus die Heizung abgestellt, warmes Wasser gibt es nicht, und auch das Kochen sollen die Bewohner unterlassen. In der Nacht zu Dienstag hatten die Bewohner als temporären Ausgleich für jede Wohnung je zwei Heizlüfter erhalten.
Heizung ist recht jung
















