Tempo-30-Straße: Küsterkamp-Anwohner beschweren sich weiterhin über Raser
ASSELN "Es hat sich nichts geändert", beschweren sich die Anwohner des Küsterkamps, als gerade ein Autofahrer mit rund 50 km/h und lauter Techno-Musik an ihnen vorbei fährt und den Frauen und Männern am Straßenrand nur einen frechen und arroganten Blick würdigt.
Rasen am "Küsterkamp": Die Stadt sucht jetzt nach einer Lösung. (Foto: Stein)
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Nach zahlreichen Gesprächen mit Vertretern des Ordnungs- und Tiefbauamts sowie der Bezirksvertretung Brackel, die bislang ohne Erfolg blieben, ist die Situation im Küsterkamp unverändert. Viele der verärgerten Anwohner fordern seit langem, dass das Tiefbauamt auf der rund 7,80 Meter breiten Straße Parkbuchten einrichtet. "Durch die parkenden Fahrzeuge auf der Straße müssten die Raser dann häufiger vom Gaspedal", sagt Werner Hösche, einer der vielen aufgebrachten Anlieger.
Ein Verkehrsunfall Um ein gefährliches Pflaster handelt es sich um den Küsterkamp jedoch nicht. "In den vergangenen 14 Monaten kam es insgesamt zu zehn Ordnungswidrigkeiten, darunter nur ein Verkehrsunfall", erklärte Polizeisprecher Peter Schulz (Foto) auf Anfrage.Dennoch platzt den Anwohnern mittlerweile der Kragen. "Gerade in den Morgen- und Feierabendstunden werden wir durch den Lärm, den die Autos durch die Raserei versuchen, gestört", sagt Werner Hösche und deutet auf einen zentimeterlangen Riss in seiner Hausfassade. "Sogar unsere eigenen vier Wände leiden darunter", so der besorgte Asselner.
Ampelschaltung Bereits vor zwei Jahren erhielten die Anlieger ein Schreiben vom Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka, wonach er versicherte, dass sich die kommunale Politik um das Thema kümmern werde. "Gar nichts haben die unternommen, überhaupt nichts", schimpft eine verärgerte Frau. Grund für das starke Verkehrsaufkommen im Küsterkamp ist u.a. die Ampelschaltung an der Asselner Straße.Nach einem Beschluss der BV im Januar soll die Geradeaus-Ampelphase in Richtung Brackeler Hellweg gestärkt werden, damit weniger PKW den Küsterkamp als Abkürzung nehmen.
Nach Angaben der Stadt ist für diesen oder kommenden Monat ein Treffen von Politikern, Küsterkamp-Anwohnern und Tiefbauamt-Vertretern geplant, um über mögliche Lösungen zu diskutieren.














