Kurler Straße: Stadt plant 30 Wohneinheiten
LANSTROP Während die Instandsetzung und Modernisierung der Großsiedlung, die die 1100 Wohnungen attraktiver machen sollen, nur schleppend und mangelhaft anläuft, plant die Stadt den Bau von 30 Wohneinheiten am Rande von Lanstrop.
Die Stadt plant den Bau von 30 Wohneinheiten am Rande von Lanstrop. (Foto: Archiv)
- Minister-Stein-Schule Kalte Turnhalle legt Betrieb beim VfL Kemminghausen lahm
- Oberbecker Straße Jugendliche nach Farbschmierereien festgenommen
- Stolpersteine Brackel ist jetzt Teil eines großen Netzwerks des Gedenkens
- Deponie Grevel Bürger sollen Solaranlage auf der Halde mitfinanzieren
- Feuerwehreinsatz Dachstuhlbrand in Eving zerstört Wohnung
Die Stadt möchte durch den Bebauungsplan Scha 113 Zuwanderern attraktive Wohnangebote machen, aber auch weggezogene Familien, die weiterhin eine enge Beziehung zu Dortmund haben, auf diesem Weg zurückgewinnen.
Aufgelockerte Wohnbebauung
Dies ist das erklärte Ziel laut Beschlussvorlage, die am 21. 9. in der Bezirksvertretung Scharnhorst behandelt wird. Am 30. 9. befindet dann der Rat über das Vorhaben. Den Eingriff in die Landschaft begründet die Verwaltung auch mit dem Argument, dass das südliche Wohnquartier von Lanstrop durch die geplante aufgelockerte Wohnbebauung sinnvoll abgerundet werde.
Auch sei eine Erschließung gut möglich. Das städtebauliche Konzept basiert auf einem Ringerschließungssystem mit Hauptanschluss an die Kurler Straße und einem Fußweg zur Merkurstraße. Das Neubaugebiet reicht an die stark befahrene Kurler Straße heran.
Geplant sind deshalb eine begrünte Lärmschutzwand in einer Höhe von zwei bis 3,5 Metern sowie passive Schallschutzmaßnahmen an den Gebäuden der ersten Baureihe. Die phasenweise Geruchsbelästigung durch zwei landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung in der Nähe ist laut Planungsamt unproblematisch.
Ein Gutachten habe ergeben, dass die Richtwerte im Plangebiet nicht überschritten werden. Mit prägend für die neue Wohnsiedlung werde auch das naturnah gestaltete Regenrückhaltebecken im nordwestlichen Teil sein.
Sondervermögen der Stadt
Die Fläche gehört zum Sondervermögen der Stadt. Ein ökologischer Ausgleich sei vor Ort nicht möglich, er soll in Persebeck erfolgen. Die Kreisgruppe Dortmund des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) lehnt die Bebauung ab: In der Stadtbiotop-Katasterfläche werde das Gebiet wegen seiner Strukturvielfalt als „sehr wertvoll“ eingestuft.















