Vortrag Demenz: Wenn mentale Fähigkeiten abnehmen
SCHARNHORST „Wenn man alt wird, wird man nicht automatisch dement“, stellt Dr. Friederike Buschmann, Oberärztin am LWL-Klinikum und Referentin des Demenz-Servicezentrum NRW klar.
Rund 20 Besucher ließen sich beraten. (Foto: dpa)
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„Demenz heißt nichts anderes als Abnahme mentaler Fähigkeit“, erklärt die Expertin weiter. Auch Anzeichen, Ursachen und Erscheinungsformen seien unterschiedlich. Ein erstes Anzeichen kann Vergesslichkeit im Alltag sein; ein Geburtstag oder den Haustürschlüssel zu vergessen zum Beispiel.
„Bei ersten Anzeichen sollte man auf jeden fall einen Facharzt aufsuchen“, rät die Referentin und fügt hinzu, „häufig werden Betroffene bei einer beginnenden Demenz depressiv und trauen sich nicht mehr aus dem Haus“. Besonders gefährdet und anfällig für die Erkrankung seien im Übrigen bei hohem Blutdruck und hohem Cholesterinwerten, sowie Alkoholmissbrauch und Übergewicht.
Umstände akzeptieren
Hier sei bei ersten Anzeichen besondere Sensibilität notwendig. Das Scharnhorster Publikum hört den Ausführungen der Fachärztin genau zu. Viele von ihnen kennen die Problematik aus dem Bekannten- oder Familienkreis. „Wie sollen Angehörige reagieren?“ lautet eine verzweifelt klingende Frage aus dem Publikum. Die Person darauf aufmerksam machen? Demenz ansprechen? Und was, wenn der Betroffene die Anzeichen nicht ernst nimmt?
Friederike Buschmann: „Betroffene müssen lernen, die Umstände zu akzeptieren. Das können sie nur selbst.“ Was wirklich helfe, sei Zuneigung, Geduld und Verständnis. „Belehren wollen bringt gar nichts, das hat oft den gegenteiligen Effekt“, sagt die Expertin deutlich.
Sie wisse jedoch, dass die Erkrankung eine Belastung für die gesamte Familie sei. Deshalb sei eine fachärztliche Beratung, auch für die Familie nötig, um Spannungen und Frustration zu vermeiden.













