Prozess um Casino-Einbrüche: Zeuginnen erkennen Angeklagte wieder
KÖRNE Die Masche war immer die Gleiche: Sie kamen übers Dach und schnitten Löcher in die Decke. Die zwei mutmaßlichen Casino-Einbrecher müssen sich vor Gericht verantworten, doch bis es ein Urteil gibt, wird es noch dauern - obwohl zwei Zeuginnen sie wiedererkannt haben wollen.
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Die Staatsanwaltschaft wirft zwei 33 und 45 Jahre alten Männern vor, seit 2008 von ihrer Wohnung in Körne zu immer neuen nächtlichen Einbrüchen aufgebrochen zu sein. Dabei hatten sich die Männer angeblich auf Spielcasinos und Elektronikmärkte spezialisiert. Laut Anklage kletterten sie auf die Dächer, schnitten dort Löcher hinein und seilten sich dann in die Verkaufsräume ab.
Angeklagter ist einschlägig vorberstraft
Die beiden Angeklagten sind jedoch weit davon entfernt, ihre Beteiligung an den Taten zu gestehen. Nicht einmal eine Vorstrafe in seiner polnischen Heimat, wo er wegen einer exakt baugleichen Tat zu seiner Gefängnisstrafe verurteilt worden war, will der 45-Jährige als Indiz für seine Schuld gelten lassen. "Diese Verurteilung war ja auch falsch", sagte er am Dienstag.
"Ich konnte zu dieser Zeit gar nicht an einem Seil rumklettern, weil ich erst einige Wochen davor einen Autounfall hatte." Doch auch zwei anschließend befragte Zeuginnen - Angestellte einer Spielothek in Viersen – ließen große Zweifel an der Unschuld der Männer aufkommen. "Ich habe sie bei uns gesehen. Die haben nicht gespielt, sondern sich ganz auffällig nur umgeschaut", erinnerte sich eine der Frauen.
20 Einbrüche werden verhandelt
In der darauf folgenden Nacht hätten Einbrecher dann die Spielothek heimgesucht. Insgesamt geht es in dem Prozess um rund 20 Einbrüche mit einer Gesamtbeute von rund 300.000 Euro.













