Abstieg droht: BVB unterliegt 27:34 in Oldenburg
DORTMUND Der Trainer verbot sich selbst jede Resignation. „Das Ergebnis täuscht, wir haben uns über weite Strecken des Spiels sehr gut und teuer verkauft“, erklärte Gustl Wilke.
Julia Kunze traf immerhin vier Mal. (Foto: Ludewig)
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Sie hatten sich soviel vorgenommen, wollten endlich gegen eine der „großen Mannschaften“ der Liga eine Überraschung schaffen, um danach zur Aufholjagd in der Tabelle anzusetzen. Doch einmal mehr wurden den Schwarzgelben die Grenzen aufgezeigt. Das Team habe zwar alles gegeben, betonte Wilke, aber wenn man mit sieben Frauen gegen zwölf Frauen auf der Gegenseite spiele, „dann schwinden eben die Kräfte in der Schlussphase“.
Mehr Fehler
Lange Zeit durften die BVB-Damen vielleicht sogar auf eine kleine Überraschung hoffen, der Pausenrückstand von 11:14 schien nicht uneinholbar. Auch nach 55 Minuten stand es „nur“ 26:29, doch je müder die Spielerinnen wurden, desto mehr Fehler schlichen sich ein.
„Und wenn dann noch eine versucht, mit einem Heber eine 1,90-Meter-Torfrau zu überlisten, dann weiß ich nicht, wo sie ihren Kopf hat.“ Viel mehr Kritik wollte Gustl Wilke aber nicht gelten lassen, auch wenn er einräumte, dass die Abwehr nicht immer „entschlossen genug zugepackt hat“.
Moral stimmt
Die Moral auf jeden Fall habe gestimmt, meinte der Trainer und stellte besonders Stephanie Glathe heraus, die am Tage an einer Projektsitzung an der Uni Dortmund teilnehmen musste und erst am Nachmittag „nachgerast“ sein. „Und dann macht sie noch ein tolles Spiel.
Geholfen aber hat es nichts, und die Luft im Tabellenkeller wird immer enger. Nur noch sechs Spiele und fünf Punkte Rückstand auf den Vorletzten, das sieht schon sehr nach Abstieg aus. Aber noch verbietet Gustl Wilke jede Resignation.
BVB: Roch, Roelofs, Trodler, Cocx (2), Kramer (1), Kriwat, Busch (1), Porvaznikova (4/2), Kowalska (7/3), Kunze (4), Schäfer (2), Glathe (4/2), Köhler (2)


















