Rudern: Bundestrainer Holtmeyer: "Mischen gut mit"
DORTMUND Am Montag flog das Team Deutschland-Achter ins dritte Trainingslager des Winters, bis zum 9. März geht’s ins spanische Sevilla. Im Interview spricht Bundestrainer Ralf Holtmeyer darüber, warum Harmonie allein keinen Erfolg bringt.
Trainer Ralf Holtmeyer beobachtet seine Ruderer. (Foto: dpa)
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Holtmeyer: Für mich ist wichtig, dass alle beisammen sind und der Rhythmus für alle der gleiche ist. Nett ist natürlich die Abwechslung. In Spanien haben wir gutes Wetter: Es sind im Moment 19 Grad.
Trainieren Sie hinsichtlich Olympia jetzt schon anders?
Holtmeyer: Im Moment arbeiten wir viel an der Ausdauer. Am Ende des Trainingslagers geht es dann ans Eingemachte. Die beste Voraussetzung für einen Erfolg ist die Stabilität – auch in den Jahren zuvor.
Wie arbeiten Sie an Stabilität und Harmonie?
Holtmeyer: Wir haben die Gruppe ja über Jahre ausgewählt. Dabei geht es auch darum, wie die Ruderer in die Mannschaft passen. Wir legen unser Augenmerk auf drei Punkte: die physische Mindeststärke, die Leistung im Kleinboot und die Teamfähigkeit. So eine Mannschaft muss offen sein.
Wie viel Bauchgefühl benötigt man bei der Zusammenstellung einer Mannschaft?
Holtmeyer: Man muss immer erst ein Gefühl für die gesamte Mannschaft bekommen. Bei manchen sieht man sofort, wenn sie sich nicht wohl fühlen. Es ist immer eine Mischung zwischen Gefühl und Wissen.
Wie sehen Sie das Leistungsniveau Ihrer Mannschaft? Werden wir wie in den vergangenen drei Jahren beim Achter wieder die deutsche Nationalhymne hören?
Holtmeyer: Wir versuchen alles, um es zu schaffen. Der Erfolg von 1988 beispielsweise war nicht zu erwarten. Wir waren gut drauf, aber die Goldmedaille war nicht zu erwarten. Das Olympia-Jahr steht immer unter einem besonderen Stern. Ich glaube, wir mischen da im Moment gut mit.













