28:28 gegen Leverkusen: Cocx erzielt umjubelten Ausgleich
DORTMUND Längst hatten sie eine einzige Jubel-Traube gebildet, sie hüpften und tanzten, klatschten mit den Fans um die Wette und sangen alle gemeinsam: „Heute ist so ein schöner Tag, lalalala.“
Sekunden vor Schluss traf Tessa Cocx (l.) zum viel umjubelten Ausgleich. (Foto: Menne)
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Es war Handball zum Genießen, mit allem, was sich ein Zuschauer von 60 Minuten packendem Sport erhofft. „Wir haben keine Chance, also nutzen wir sie“, so hatte Jochen Busch, der Sportliche Leiter, das Team in die Begegnung mit einer der spielstärksten Mannschaften Europas geschickt. Und sie haben sie genutzt, weil sie alles aufs Parkett brachten, was sie mobilisieren können: Mut, Kampf, und endlich auch spürbar mehr Selbstbewusstsein. „Und eine vorbildliche Moral“, wie Trainer Gustl Wilke betonte.
Abwechslungsreiche erste Hälfte
Denn nach einer höchst abwechslungsreichen ersten Hälfte, in der der BVB Bayer deutlich mehr ärgern konnte, als es sich die Rheinländer je erträumt hätten, kamen wieder diese verflixten sieben Minuten, als den Schwarzgelben aber auch gar nichts gelang. Leverkusen zog auf 18:13 davon, irgendwie schien es, als habe der BVB an diesem Nachmittag das Beste hinter sich. Doch dann kam alles Gute zusammen.
Trainerin Renate Wolf nahm die bärenstarke Clara Woltering aus dem Gehäuse, Bayer erlaubte sich ein paar nette Nachlässigkeiten, und Gustl Wilke durfte sich für seinen eigenen genialen Gedankenblitz auf die Schulter klopfen: Er wechselte Marieke Köhler ein. Und die lange Rückraumspielerin, die sonst immer ein wenig zaghaft wirkt, schüttelte alle Fesseln ab. Fünf Treffer gelangen ihr in einer knappen Viertelstunde, „sie hat heute einfach ein riesengroßes Herz bewiesen“.
Freudetrunkene Fans
Tor für Tor holten die BVB-Damen auf, Bayer zeigte Wirkung, wurde spürbar nervös. „Borussia hat uns heute vorgemacht, was mit der richtigen Einstellung alles möglich ist“, sagte Renate Wolf später anerkennend, „und deshalb haben sie sich den Punkt auch redlich verdient“. Der Meinung waren die Zuschauer schon längst, die letzten Minuten saß keiner der 800 Fans mehr in der Halle Wellinghofen, mit rhythmischem Klatschen wurde das Team noch einmal nach vorn getrieben.
Tessa Cocx, der kampfstarken Kapitäns-Frau, war es vorbehalten, acht Sekunden vor der Schlusssirene zum Ausgleich zu treffen. „Borussia wird niemals untergehen“, sangen die Fans freudetrunken. Sie wissen, dass es noch ein langer Weg ist, aber er könnte ein erfolgreicher sein
















