Eishockey-Oberliga: EHC Dortmund: Undurchsichtige Situation nach Kuboth-Rücktritt
DORTMUND Kurze Nachricht mit langem Nachhall: Die Rücktritts-SMS des EHC-Geschäftsführers Dr. Günter Kuboth (wir berichteten exklusiv) sorgte für entsetzte Reaktionen der Eishockey-Fans in Dortmund. Die Anhänger fürchten um ihr Hobby – und wollen sich gegen das Aus stemmen.
Dr. Günter Kuboth (l.) und Frank Gentges führten die Elche nach oben. Doch wie geht es in der Zukunft mit dem EHC weiter? Am Freitag signalisierte die Stadt die Bereitschaft, dem Eishockey-Oberligisten zu helfen. (Foto: Laryea)
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Gespräch ohne Ergebnis
Denn der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH und des Vereins hatte seit seinem Amtsantritt 2005 Sponsoren wie KiK und Tedi ins Revier der Elche gelockt, Trainer Frank Gentges verpflichtet – doch ohne Kuboth an der Spitze scheint dieses erfolgreiche Konstrukt einzustürzen. So hatte Gentges seinen Verbleib in Dortmund stets an den der aktuellen Geschäftsführung gekoppelt. Ob das auch für Haupt-Sponsor KiK gilt, ist unklar: Das Textil-Unternehmen hat sich auf Anfrage noch nicht geäußert.
Kuboth gab seinen Rücktritt am Dienstagabend bekannt, wollte jedoch keine Stellungnahme abgeben. Nur wenig mehr sagte er auch am Mittwoch: Die Stadt habe bis Freitag Zeit, „Signale“ zur Rettung der Profimannschaft zu senden. Bereits am Dienstag gab es ein Gespräch zwischen der Geschäftsführung und Stadtrat Wilhelm Steitz, das keine Ergebnisse brachte.
Mangelnde Transparenz
Steitz, der unter anderem für Sportstätten zuständig ist, verwies auf seinen begrenzten Spielraum: „Ich habe nicht das Budget, um dem EHC finanziell weiter entgegenzukommen.“ Kuboth hatte mehr Gegenleistungen oder eine Minderung der „hohen fünfstelligen Summe“ gefordert, die der Klub für die Nutzung des Eissportzentrums an der Strobelallee zahlt. In Sachen Infrastruktur hatte die Stadt bis 2013 einen Stadion-Anbau mit neuen Kabinen für die „Elche“ angeboten.
Transparent sind diese Vorgänge kaum – und diese Informationspolitik stört die Fans: Der Vorstand habe zwar in den letzten Jahren tolle Arbeit geleistet, auf die Missstände aber unzureichend oder zu spät aufmerksam gemacht, schreiben Fans im Internet-Forum „Elchgehege“.
Fan-Marsch vor Heimspiel
Um das Aus noch abzuwenden, planen die Anhänger am Freitag einen Fan-Marsch vor dem Heimspiel gegen die Rostock Piranhas. Auf den Rängen dürfte es diverse Banner für den Erhalt des Dortmunder Eishockeys geben. Im Internet ist den „Elche“-Fans schon mal Unterstützung sicher: Die Gruppe „Eishockey in Dortmund RETTEN“ im sozialen Netzwerk Facebook hatte am Mittwoch bereits über 700 Mitglieder.













