Fußball-Westfalenliga 2: Eving schlägt Wickede im Derby verdient 2:0
DORTMUND Der Star ist auch in Eving die Mannschaft. Galt der TuS Eving-Lindenhorst lange als stark wegen seiner Individualisten, festigt der 2:0 (1:0)-Derbysieg über Westfalia Wickede den Eindruck, dass hier ein echtes Team erfolgreich und attraktiv spielt.
Imposanter Dreikampf: Wickedes Sebastian Didion (m.) hat gegen die Evinger Christian Werner (vorn) und Karim Bouasker im Kopfballduell keine Chancen (Foto: Menne)
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Schott: "Da fehlte mir die Leidenschaft"
Und Spielertrainer Marko Schott ließ Christian Kinders Polterhochzeit am Samstag nicht als Entschuldigung gelten: „Da fehlte mir einfach die Leidenschaft.“ Diese lebte Eving vor. Sascha Rammel und Francis Bugri kurbelten das Spiel an. Natürlich lebt der TuS auch weiterhin von seinen Leistungsträgern, aber eben nicht nur. Von Torwart Sascha Piontek an über die auch ohne den erkrankten Deniz Sahin absolut sattelfeste Viererkette, das disziplinierte Mittelfeld bis zu den gefährlichen Spitzen überzeugte jeder.
Anfangs spielte Westfalia noch ordentlich, was sich ab der 19. Minute schlagartig änderte. Da läutete Karim Bouzerda nach hervorragender Vorarbeit von Bugri mit seinem Querlattenschuss die Evinger Angriffsphase ein. Kurz darauf verpasste Adis Hasic das Tor knapp. Und dann legte der TuS verdientermaßen vor. Christian Werner stand nach einem Rammel-Freistoß richtig und köpfte ein (30.).
Schymanietz mit Lattenknaller
Abgesehen von einem Lattenknaller des Wickeder Angreifers Roman Schymanietz (38.) investierte Wickede weiterhin zu wenig und überließ das Spiel den Gastgebern, die durch Adis Hasic noch zwei weitere Gelegenheiten hatten. 700 Zuschauer sahen ein intensives und bis auf wenige Szenen faires Derby. Angenehm, dass sich beide Teams auf den Fußball konzentrierten. Nach der Pause nahm sich der TuS eine kurze Auszeit, woraus die Wickeder bis auf eine Schymanietz-Chance (70., knapp am langen Pfosten vorbei) kein Kapital schlugen.
Karim Bouasker (59.) und Karim Bouzerda (70.) nutzten weitere Evinger Gelegenheiten nicht. So blieb die Westfalia dennoch im Rennen, ohne dafür viel zu tun. Dann aber hatte kurz vor Schluss Rammel ein Einsehen und schob den Ball nach Querpass von Myron Dretakis zum 2:0 ein (90.). Ärgerlich für Eving nur, dass der ansonsten gute Schiedsrichter Philip Holzenkämpfer Christian Löwenberg wegen eines harmlosen Fouls Rot zeigte (86.).
Eving: Piontek - Löwenberg, Scheffer, Bouasker, Werner - Kalpakidis, Bugri (80. Y. Sahin) - Erzen (70. Balihodzic), Rammel - Hasic, Bouzerda (89. Dretakis)
Wickede: Goly - Bunk - Lorenz (70. Toetz), Städter - Bengsch, Woidtke, Jansen (75. Schott) - Kinder (62. Richter), Didion, Fröse - Schymanietz
Tore: 1:0 Werner (30.), 2:0 Rammel (90.)

















