Torfrau hält prächtig: Isabells Sommermärchen
DORTMUND Am Tag danach war sie immer noch ein wenig stolz. Gegen einen doch eigentlich übermächtigen Gegner wie Bayer Leverkusen „mitzuhalten, das gibt uns für die Zukunft schon eine Menge Selbstbewusstsein“.
BVB-Torfrau Isabell Roch hielt stark. (Foto: Ludewig)
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Auch Unhaltbare
Bis zum Sonntag Abend, bis zu diesen 60 packenden Minuten, dem 28:28 gegen Leverkusen, nach dem Trainer Gustl Wilke vor allen Zuschauern diese Worte sprach: „Isabell Roch hat heute hervorragend pariert, sie hat uns die ganze Zeit im Spiel gehalten.“ Ein paar Unhaltbare waren auch dabei, und die 19-Jährige meinte gestern kurz und bündig: „Ich glaube, ich war ganz gut, ich bin zufrieden.“
Es könnte der Anfang einer glücklichen Verbindung sein. Denn bisher hatten sich wechselseitig noch nicht alle Wünsche erfüllt.
Der BVB haderte noch ein klein wenig mit den Leistungen seiner Torfrauen, und auch Isabell Roch hatte sich manches ein klein wenig anders vorgestellt. Entgegen allen Plänen hat sie immer noch keinen Ausbildungsplatz gefunden, und auch als Nummer 1 der Schwarzgelben hat sie sich nicht so ganz etabliert.
Vertrauen
Doch nun soll alles anders werden. Abteilungsleiter Andreas Heiermann hatte schon vor Tagen betont: „Isabell Roch ist jetzt erst einmal bis Ende Februar als Nummer 1 gesetzt“, und wenn sie sich bewähre, dann wolle der BVB auch mit ihr als Stamm-Torhüterin in die neue Saison gehen. Es sei schön, das „Vertrauen zu bekommen“, meinte Isabell Roch gestern im Gespräch mit dieser Zeitung, aber gleichzeitig sei es ihr auch enorm wichtig, dass es zum Sommer mit einem Ausbildungsplatz klappt.
Bis dahin will sie halten, was zu halten ist, und gern auch ein wenig mehr. Der Punkt am Sonntag sei für den Kopf richtig wichtig gewesen, „nun müssen wir noch die eine oder andere Überraschung schaffen“. Damit das Handball-Sommermärchen der Isabell Roch wahr wird: Klassenerhalt, Nummer 1 und eine Lehrstelle.
















