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21:31 in Buxtehude
BVB präsentiert sich in Absteiger-Form
Von Gerd Strohmann am 24. Januar 2010 13:08 Uhr
DORTMUND Am Ende blieb nur ein ernüchterndes Fazit. „Wir haben weitgehend wie ein Absteiger gespielt“, sagte Gustl Wilke am Sonntag und seine Stimme klang spürbar traurig.
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Beklagte 15 technische Fehler: Gustl Wilke.
Es war ein trister Samstag-Ausflug zum Buxtehuder SV für die Handball-Damen von Borussia Dortmund. Im Gepäck für die Heimfahrt hatten sie ein 21:31 (9:15), und für den BVB-Trainer blieb unter dem Strich nur die schmerzhafte Erkenntnis, „wir waren vom Kopf, den Beinen und den Armen immer einen Tick langsamer als der Gegner“.

Gustl Wilke hatte es geahnt, als er im Vorfeld bereits befürchtet hatte, Buxtehude mit dem überraschenden 28:28 gegen Leverkusen so richtig aufgeschreckt und gewarnt zu haben. Von der ersten bis zur letzten Sekunde seien die Gastgeber hochkonzentriert gewesen, hätten ohne jede Nachlässigkeit ihr Spiel durchgezogen.

Anfangs-Schläfchen

Der BVB ging eher schläfrig in die Partie, „wir waren ja noch im Bus, da stand es schon 1:4“, meint Wilke. Zwar konnten die Schwarzgelben mit 5:4 in Führung gehen, dann aber sei Buxtehude unbeirrt davongeschlichen, und zur Pause, beim 9:15, „war eigentlich schon alles gegessen“. Mitte der zweiten Hälfte sei dann noch einmal ein Funken Hoffnung aufgekeimt, „da lief es recht ordentlich“, aber in den letzten zehn Minuten traf der BVB nur noch genau ein Mal, die Niederlage war am Ende, und das ist das eigentlich Bittere, auch in dieser Höhe verdient.

Nie konnte das Team an die prima Leistung gegen Bayer Leverkusen anknüpfen. Alles, was gegen die Rheinländer glänzte, blieb am Samstag dunkelgrau. Angefangen bei der Torfrau, Isabell Roch, konnte in der ganzen Partie gerade mal sieben Würfe abwehren. Deutlich zu wenig für die erste Liga, in der die Torfrau „fast die halbe Miete ist“, wie Wilke betonte.

15 technische Fehler

Allerdings sei es unredlich, alles auf Isabell Roch abzuladen. Marieke Köhler, die gegen Bayer noch mit fünf Treffern auftrumpfte, ging diesmal gänzlich leer aus. Annika Busch, gegen Leverkusen gar sieben Mal erfolgreich, traf gerade mal ein Mal, vergab zudem noch einen Siebenmeter.

So war es für Buxtehude ein Leichtes, die Partie herunterzuspielen, zumal sich die Schwarzgelben auch noch satte 15 technische Fehler erlaubten. Der BVB aber muss sich langsam, aber sicher mit dem Gedanken vertraut machen, dass das Abenteuer erste Liga kein glückliches Ende findet.

Fünf Siege müssen her

Fünf Siege hat Wilke für den Rest der Saison veranschlagt, um die Klasse zu halten. In den bisherigen 14 Partien aber gelang gerade mal ein Erfolg. Und es sind nur noch acht Spiele. Wohl dem, der da noch wirklich und ernsthaft optimistisch sein kann.
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