Bartels-Schule: Bei den Torball-Meisterschaften waren die Schüler mit den Ohren am Ball
APLERBECK Augen hinter dicken Augenbinden, ein Glöckchen im Ball. In der Bartels-Schule fanden die Landesmeisterschaften im Torball statt. Eine Sportart, die nicht nur blinde Schüler anzieht.
Die Schüler verteidigen ihr Tor mit vollem Körpereinsatz. (Foto: Risto)
- Heinrich-Pieper-Straße Die Freiwillige Feuerwehr Holzen feiert ihren 100. Geburtstag
- Profi-Schlagzeuger Tony Liotta präsentiert auf seiner neuen DVD mehr als nur Musik
- "Hombruch karibisch" Mit 150 Tonnen Sand macht sich die Karibik in Hombruch breit
- Rodenbergstraße Arbeiten gehen an historischem Wirtschaftsgebäude voran
- Gablonzstraße Bürgersteig an der Gablonzstraße erhält neuen Bodenbelag
Nico wirft sich der Länge nach hin, das Klingeln prallt an seinen Fuß und von da harmlos ins Aus. Lauter Jubel brandet auf. Abgewehrt!
Klassenfahrt-Atmosphäre
Nico spielt Torball, schon seit zwei Jahren. Heute ist ein besonderer Tag für den 15-Jährigen und seine Mitspieler Ersel und Ramazan. Die Drei treten als Team bei der Landestorballmeisterschaft der Förderschulen Sehen in der Martin-Bartels-Schule an. Die Konkurrenz ist groß, die Anspannung ebenso, doch die Stimmung in der Halle ist eher Klassenfahrt als Sportarena. Alle haben in den letzten Tagen neue Freunde gefunden, die Gegner von vorhin sind jetzt schon Fans.
Fotostrecke Torballmeisterschaft für blinde Schüler
Für die Lehrer bedeutet die Meisterschaft, die zum ersten Mal in Dortmund ausgetragen wird, vor allem erheblichen Organisationsaufwand. Das Turnier läuft über zwei Tage, 150 Schülerinnen und Schüler aus ganz Nordrhein-Westfalen müssen untergebracht, bekocht und unterhalten werden. Die Schule hat dem Turnier darum eine ganze Projektwoche gewidmet.„Das war ein Riesenspaß“
„Zum Glück haben wir hier ein ganz tolles Kollegium. Alle haben sich eingebracht, organisiert, geschleppt, gekocht, das war eine großartige Gemeinschaftsleistung“ freut sich Schulleiterin Ulrike Witte. Auch Klassenlehrer Markus Berson ist erschöpft, aber glücklich. „Das war ein Riesenspaß, trotz der monatelangen Vorbereitung. Dieser Sport ist ein Aushängeschild der Blinden- und Sehbehindertenbildung.“
Gerade hat er das letzte Spiel gepfiffen, jetzt steht die Siegerehrung an. Für Nico, Ersel und Ramazan hat es nicht für ganz oben gereicht, aber fast. Stolz zeigen sie den Pokal für den dritten Platz in ihrer Altersgruppe herum. „Das waren zwei tolle Tage“, sagt Ramazan, „wir hatten viele Erfolge, ein paar Mal haben wir halt leider verloren.“ Nur Nico ist nicht ganz zufrieden: „Da wäre mehr drin gewesen“, sagt er. Bestimmt im nächsten Jahr.

















