Hallenbad Hombroch: DLRG hofft auf ein "Ja"
Ein Jahr nach dem Sprung vom Startblock ins eiskalte Wasser "kraulen" der TuS Westaflia Hombruch und die Deutsche Lebens Rettungs-Gesellschaft ins Ziel, in dem die Rettung des Hallenbads steht – sofern der Rat nicht den Stöpsel rauszieht.
Stefan Raetsch mit einer von vielen Seiten, die 4200 Unterschriften auflisten - das gab Auftrieb. (Foto: Stein)
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Reparaturkosten
Dem Bad in Dortmunds größtem Stadtbezirk drohte das Aus, weil die Reparaturkosten in den vergangenen Jahren in den siebenstelligen Bereich vorgedrungen sind und der Betrieb in Regie der Stadt zu teuer war. Der TuS Westfalia Hombruch und die DLRG lösten unter Hombruchs Bürgern eine Welle der Solidarität aus.
In kürzester Zeit sammelten sie 4200 Unterschriften. Der Druck auf die Kommunalpolitik war damit groß. Doch noch immer fehlte das Geld, mit dem zumindest der Betrieb des Bads sichergestellt werden sollte.
DLRG und TuS Westfalia Hombruch rechneten, spielten Organisationsmodelle durch und kamen zu einem Ergebnis ohne Tiefgang: Sie, die Vereine, seien nicht in der Lage, das Hallenbad zu betreiben.
Also kam die Sportwelt Dortmund gGmbH, die bereits in der Nachbarschaft u. a. das Froschloch und das Wellinghofer Freibad betreibt. Im Kreisverband Schwimmen, der ein Sportwelt-Gesellschaft ist, prallten gegensätzliche Positionen aufeinander.
„Inzwischen liegt das Okay aller Vereine vor. Alles ist in trockenen Tüchern“, freut sich Rettungsschwimmer Raetsch über den Fortschritt, der durch einen auf langer Strecke für Schwimmer typischen „starken Willen“ erzielt worden sei.
DLRG-Vorstand
Wie vor einem Jahr ruft der DLRG-Vorstand erneut zu einem runden Tisch zusammen: dieses Mal nicht, um zu kämpfen. Dieses Mal, um zu arbeiten. Reatsch: „Nach dem Protest geht es an die Arbeit. Wir müssen jetzt klären, wer welche Aufgaben hat, damit wir ein Angebot nicht nur für die Sportvereine, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger anbieten können.“
Die Emails sind verschickt, jetzt müssen die Akteure nur noch die Kalender abgleichen. Noch einmal stehen die Vereine also zum Absprung bereit auf dem Startblock. Bleibt zu hoffen, dass der Rat ihnen in der Sitzung nicht den Stöpsel aus dem Becken zieht.














