Pogrom-Gedenken: Eindringliches Erinnern an den Wahnsinn
WELLINGHOFEN Es war ein Gedenkstunde mit etlichen ergreifenden Momenten: Die Johann-Gutenberg-Realschule erinnerte mit Texten eines im KZ getöteten jüdischen Jungen an die Reichspogromnacht am 9.11.1938.
Der Stern erinnert an den Tod von sechs Millionen Juden. (Foto: Peter Bandermann)
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Fragen an einen unbekannten Toten
Eindringlich, mit ruhiger Stimme lesend, erinnerten die Realschüler vor 100 Teilnehmern der Gedenkstunde im Bürgersaal an einen unbekannten Toten, der als Kind ins KZ kam und dort sterben musste. Weil er ein Jude war.
Sie stellten Fragen wie: Wer war Erwin Schönfeld? Was fühlte er, als ihm die Nationalsozialisten ein Juden-„J“ in den Pass stempelten? Hänselten ihn die anderen Kinder, weil er nicht ins Kino durfte? Und wie erlebte er die letzten Sekunden vor seinem Tod in Riga, wo die Nazis ihn nach der Deportation von Aplerbeck in einem KZ ermordeten?
Wohl niemand, der den Schülern zugehört hatte blieb davon ungerührt.
Ausstellung läuft bis zum 22.11.
►Die Ausstellung „Poesie und Wahnsinn" mit Kunstwerken und Texten über Leben und Deportation in Dortmund ist zu sehen bis zum 22.11. im Bürgersaal, Hörder Bahnhofstraße 16.
► Ein Konzert mit dem Chor Bat Kol David des Landesverbandes jüdischer Gemeinden beendet die Ausstellung am 22.11., Konzertbeginn ist 17.30 Uhr.













