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Medienhaus Lensing
04.10.2010 18:08 Uhr
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Phoenix-See: Fragen und Antworten rund um das Fest "Wir seen uns"

HÖRDE Drei Tage feierte ein Stadtteil den Strukturwandel, der nicht mehr allein ein Begriff der Stadtplaner ist – der Begriff aus der Bürokratie ist mit Leben gefüllt worden. Fragen und Antworten rund um "Wir seen uns 2010" und "Wir seen uns wieder 2011".Von Peter Bandermann

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Zum ersten Mal seit langem gab es eine professionelle Bühne mit professioneller Technik. Das tat gut. (Foto: Peter Bandermann)

War es denn wirklich so schön, wie alle sagen?
Na klar. Das Citymanagement war in seinem Büro an der Alfred-Trappen-Straße die Drehscheibe, an der Aufgaben verteilt wurden und auf die immer mehr Ideen-Geber aufgesprungen sind. Hörde hat in den vergangenen Monaten ein neues Wir-Gefühl entwickelt, das am letzten "Wir seen uns"-Tag deutlich zu spüren war.

Fotostrecke Hörde feiert: "Wir seen uns" und Erntedank

Wem ist der Fest-Erfolg zuzuschreiben?
Das war eine überragende Mannschaftsleistung, für die ein großes Kompliment ausgesprochen werden muss. Langjährig erfahrene Akteure mit Lokalkompetenz sind maßgeblich von der Dortmund-Agentur unterstützt worden. Das Jugendamt saß mit der Jugendfreizeitstätte Clarenberg und dem Lernzentrum in Wellinghofen im Boot und zu einem erheblichen Anteil saßen in wechselnder Besetzung auch Hörder Einzelhändler am Ruder.

Stimmungsvolles Erntedankfest

Dazu kam das stimmungsvolle Erntedankfest der evangelischen Gemeinde – der Stadtbezirk Hörde kam sympathisch herüber. Nicht zu vergessen ist der Aktivkreis der Altstadt, der sich in den vergangenen Jahren zu keinem Zeitpunkt auf einen so breiten Rückhalt verlassen konnte, dennoch immer wieder Großes bewirkt und damit eine Grundlage für die Qualität geschaffen hat.
Welche Inhalte begründen den Erfolg?
Punkt eins: Die fünf weiterführenden Schulen des Stadtbezirks einzubeziehen war geschickt. Die Kunst-Auktion und das Eimer-Derby haben zusätzlich Familien ins Zentrum gezogen, die sonst nicht gekommen wären. Fünf Schulen an einem Ort – das hat es in dieser Dimension noch nicht gegeben. Punkt zwei: Das Bühnenprogramm mit einem Musik-Mix, der bisher qualitativ einzigartig war.

Das Citymanagement hat nach dem "Wir seen uns"-Erfolg das Party-Motto für 2011 ausgegeben: "Wir seen uns wieder". Was kann man da verbessern?
Darüber müssen die Veranstaltungs-Partner jetzt beraten. Das Programm könnte zusätzliche Akzente gebrauchen: So ist der Höchstener Jugendtreff "Youngster Point" mit seinen klasse Bands als Musiklieferant für ein Rockkonzert am Samstagabend gesetzt. Lokale Akteure einzubeziehen ist ohnehin angesagt: Denn Schülerbands ziehen Schüler an. So etwas fehlte bisher in Hörde.

Plan für nächstes Jahr

Im Herbst 2011 ist der See endlich öffentlich. Was bedeutet das für das Altstadt-Fest?
Hörde hätte im Zusammenspiel mit DSW21 erreichen müssen, dass der See-Hafen und die Kulturinsel für die vielen Hörde-Besucher begehbar sind. Etliche Bürger, die den Phoenix-See sympathisch sehen, sind enttäuscht worden, weil sie vor verschlossenen Bauzäunen standen. 2011 muss dann der Stadtbezirk zeigen, dass er den Worten Taten folgen lässt. Die Route für das Eimer-Derby kann dann auch zwischen dem Hafen und der Schlanken Mathilde liegen – das macht die Sache sportlicher und verbindet das, was miteinander verbunden werden soll. 

Mittwoch (6.10.) erscheinen die RN-Sonderseiten "Treffpunkt Dortmunder Süden" mit weiteren Themen



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