Gardenkamp-Ausbau: Zur Not muss die Stadt enteignen
EICHLINGHOFEN Wenn die Gespräche zwischen der Stadt und Grundtsückseigentümern Am gardenkamp scheitern, droht die Stadt, deren Boden für den Ausbau der Straße zu enteignen.
Die Stadt ist nicht nur aus Kostengründen auf das Grundstück angewiesen. (Foto: Bandermann)
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Das Einwohnerinformationsgespräch am Mittwoch kam spät. Nicht nur, weil die Stadt und die Ausbau-Gegner des Gardenkamps bis 22 Uhr über die Folgen eines rot-grünen Ratsbeschlusses diskutierten. Spät deshalb, weil die von der Bezirksvertretung anberaumte „Einwohnerinformation“ nach dem im April gefassten Ratsbeschluss kam: Schon im Januar 2009 rollen die Bagger an. Vollendete Tatsachen.
Prognose: 15 500 KFZ fahren über den Gardenkamp
15 500 Autos fahren nach 18 Monaten Bauzeit täglich über den Gardenkamp, der den Verkehrsfluss zwischen der Stockumer Straße und dem Vogelpothsweg bis zur Universität schlucken soll. Mobilitätsplaner Winfried Sagolla vom Planungsamt bestätigte die Sorgen der Ausbau-Gegner unumwunden: „Keine Frage: 15 500 KFZ – das ist eine enorme Belastung.“ Auf einer 1100 Meter langen Strecke, auf der die Stadt im Extremfall noch drei Querulanten mit Enteignungsverfahren aus dem Weg räumen muss.
"Erhebliche Mängel" in den Plänen
Verkehrs-Professor und Anwohner Uwe Clausen erkannte „erhebliche Mängel“ in den Plänen und verurteilte sie als „Mahnmal des unbekannten Steuerzahlers“. Kosten dafür: Über 5,5 Mio. Euro. Am Gardenkamp konzentriert die Stadt den Verkehr, wenn sie an der Stockumer Straße in Barop die zurzeit zur Uni führende Ostenbergstraße abklemmt und den Verkehr über Eichlinghofen zum Campus leitet.
Zu 80 Prozent ausgebaut ist die Universitätsstraße, die direkt zum Campus führt. Warum die Stadt die letzten Meter nicht dran hängt, ist für die Anwohner nicht nachvollziehbar. SPD und Grüne wollen diesen ökologischen Eingriff verhindern. Und die Stadt glaubt nicht daran, dass der Ausbau auf den letzten Metern das Verkehrsproblem Uni / Umland löst. Diese Aufgabe soll der Gardenkamp übernehmen. Der Anwohner-Frust spiegelt deren Niederlage: Sie glauben die Wahrheit zu kennen, haben aber keine Mehrheit dafür.













