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Medienhaus Lensing
18.08.2010 06:00 Uhr
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"Werbemeile" Zillestraße: Immer mehr PKW-Anhänger parken am Randstreifen

BRÜNNINGHAUSEN Sie mehren sich, die PKW-Anhänger auf den Parkstreifen an der Zillestraße. Immer mehr Unternehmen versuchen mit einer ungewöhnlichen Werbemethode, Kunden für sich zu gewinnen.Von Christian Stein

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Immer mehr Unternehmen oder Einzelhändler werben mit Anhängern auf den Randstreifen der Zillestraße. Die Kommunalpolitik in Hombruch sieht hier einen "Missbrauch von öffentlichen Flächen". CDU und SPD fordern daher Sanktionen. (Foto: Christian Stein)

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Auf dem Teilstück zwischen der Hagener Straße und der Auffahrt auf die B54 ziehen die Werbeflächen auf den Anhängern die Blicke der vorbeifahrenden Autofahrer auf sich. Aus Sicht der Firmen: Sinn und Zweck erfüllt.

Doch der Kommunalpolitik aus Hombruch gehen die Aktionen der Firmen auf die Nerven. "Wenn man sieht, wie die Anhänger abgestellt sind, kann man unterstellen, dass die Unternehmen die öffentliche Fläche für Werbezwecke missbrauchen. Das geht nicht", schimpft Hans-Jürgen Grothjahn, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtbezirk Hombruch. Der ehemalige Polizist weiß, wovon er redet. "Sollte sich die Situation nicht ändern, werden wir in der Bezirksvertretung handeln müssen", kündigte der 68-Jährige an, den aber nicht nur die PKW-Anhänger stören.

Absolutes Halteverbot für LKW?

Auch die parkenden LKW, die den Randstreifen der Zillestraße immer häufiger blockieren, geraten ins Visier des Christdemokraten. "Man müsste an dieser Stelle überlegen, ein absolutes Halteverbot für die Lastkraftwagen einzuführen", sagt Hans-Jürgen Grotjahn.

Der Stadt Dortmund sind in beiden Angelegenheiten jedoch die Hände gebunden. "Solange die Fahrzeuge nicht den fließenden Verkehr behindern und offiziell zugelassen sind, kann man nichts dagegen unternehmen", erklärt Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch auf Anfrage.

Der Beamte kennt die Situation selbst: Seit 17 Jahren fährt Skupsch über die Zillestraße zur Arbeit. Im Kampf gegen die "Werbemeile" sagte der Stadtsprecher: "Sollten die Anhänger nicht dem Zweck des Transports dienen, sondern der Werbung, dann muss eine Sondernutzung beantragt werden", verrät Hans-Joachim Skupsch.

Erst anschreiben, dann abschleppen

Liegt eine Erlaubnis dafür nicht vor, kann sich das Tiefbauamt einschalten, das zuerst den Halter des Werbeanhängers ausfindig macht und diesen schriftlich benachrichtigt. Kommt keine Reaktion, wird das abgestellte Fahrzeug abgeschleppt - "eine richtige Maßnahme", sagt Horst Tieling vom SPD-Ortsverein Brünninghausen und stimmt so seinem Koalitionspartner Grotjahn zu. "Wir müssen gemeinsam eine Lösung finden wie an der Gotthelfstraße." - Dort dürfen nach einem Beschluss nur noch PKW abgestellt werden - keine LKW, Anhänger oder Wohnwagen.

  • Aktuell sorgen nicht nur die Anhänger an der Zillestraße für Aufsehen. Auch die Ruhrallee ist betroffen. Dort stehen seit ein paar Tagen drei Smarts mit werblichen Aufdrucken schräg in der Parkbox.


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