Phoenixsee: Impfung gegen die Wasserpest
HÖRDE Vor seiner geplanten Flutung im nächsten Oktober mit Frisch- und Grundwasser nimmt der Phoenix-See Konturen an: Zurzeit wird das Hafenbecken im Schatten der Hörder Burg bis Mitte Juni mit einer Betonschale verkleidet und danach die Hafenpromenade gepflastert.
In ihrer Form erinnert die Armleuchter-Alge an einen Kerzenhalter. Sie soll das Wasser im Phoenix-See sauber halten. (Foto: dpa)
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Gefürchtete Alge namens Elodea
Unter der Wasserpest versteht man eine gefürchtete Alge namens Elodea, die über Vögel in Gewässer getragen wird und sich dort rasch ausbreitet. Nach der Impfung mit den Oosporen folgt von August bis Dezember die Pflanzung der guten Armleuchter-Alge, die der Elodea den Lebensraum nehmen soll, so Heinz Hüppe, Hauptgeschäftsführer der Phoenix-See-Entwicklungsgesellschaft.
Die Armleuchter Alge, auch ein Bioindikator für sauberes Wasser, die 70 Zentimeter groß wird, bindet das Phosphat und kann nach fünf bis sechs Jahren von einem Mähboot abgemäht werden. „Wir gewinnen die Oosporen aus dem Waldsee in Wesel“, berichtet Hüppe, „und ernten die Armleuchter-Alge aus dem Innenhafen in Duisburg.“
Pflanzplan gezielt in den See
Sie wird nach einem Pflanzplan gezielt in den See eingesetzt und mit Wasser überspült. Der Waldsee in Wesel und der Duisburger Innenhafen wurden unter Hüppes Federführung gebaut, doch in der Form wie beim Phoenix-See, so der Hauptgeschäftsführer, wurde noch nie ein künstliches Gewässers dieses Ausmaßes für eine gute Wasserqualität vorbereitet.
Phosphor-Eliminierungsanlage
Damit konnte man die ursprüngliche Absicht, eine Phosphor-Eliminierungsanlage zu bauen, fallen lassen. Hüppe: „Wir sind so einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Zur späteren Betreibung des Sees wird auch ein Fischmanagement gehören; denn der so genannten Weißfisch, den Vögel einschleppen, ist ein Pflanzenfresser, der sich an den Armleuchter-Algen gütlich tun würde.
Um den Weißfisch in Schach zu halten, werden Raubfische wie Hechte und Barsche in den See eingesetzt. Die Frage ist noch, wie man die Vögel möglichst davon abhält, im See-Umfeld zu nisten. Hüppe setzt hier vor allem auf den Seebetrieb.













