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Medienhaus Lensing
22.02.2012 14:57 Uhr
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Köln-Berliner-Straße: Keine Lösung der Verkehrsprobleme in Sicht

APLERBECK Kaum eine Sitzung der Bezirksvertretung Aplerbeck vergeht, ohne dass die aus Sicht der Fußgänger katastrophalen Verkehrsverhältnisse an der Köln-Berliner-Straße zur Sprache kommen. An Ideen zur Bewältigung des Verkehrsproblems mangelt es nicht - eine Lösung ist trotzdem nicht in Sicht.Von Jörg Bauerfeld

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Das Überqueren der Köln-Berliner-Straße ist aufgrund der Unübersichtlichkeit oft gefährlich. (Foto: Jörg Bauerfeld)

Inge Schäfer (73) und Irmgard Schlink (77) machen fast täglich Bekanntschaft mit zu schnell fahrenden Autos und zugeparkten Wegflächen.

Fußweg zugeparkt
 
„Ganz besonders gefährlich ist es vor der Bäckerei Malzer“, so Irmgard Schlink. Der Fußweg aus Richtung Egbertstraße sei des Öfteren zugeparkt. Dann noch die wartenden Busse (zeitgleich bis zu drei in einer Richtung) an der Köln-Berliner-Straße, und die Übersichtlichkeit sei dahin.
 
„Hier ist einfach zu viel Verkehr“, sagt Inge Schäfer. Und die Zahlen einer Verkehrszählung im September 2011 geben ihr Recht.
 
5000 Fahrzeuge am Tag
 
Fast 5000 Kraftfahrzeuge innerhalb von 24 Stunden nutzten die Tempo-20-Zone im Ortskern – eine beachtliche Zahl. Und rund 15 Prozent der Fahrzeuge fahren mehr als 29 Stundenkilometer – in einer Tempo-20-Zone wohlgemerkt. Zahlen, die die Politiker aufhorchen und nach Lösungen suchen lassen.

Irmgard Schlink hätte da eine. Ein Zebrastreifen im Bereich der Endhaltestelle der U 47 in Höhe des Marsbruchplatzes, das wäre vielleicht eine Lösung, um viele der Autofahrer zum Bremsen zu bewegen. Oder die Straße in eine Richtung sperren, überlegen die beiden Seniorinnen.
 
Arbeitsgruppe
 
Gedanken, mit denen sich auch eine von der Bezirksvertretung gebildete Arbeitsgruppe auseinander setzt. Und die macht der Idee „Zebrastreifen“ einen Strich durch die Rechnung. „Die Köln-Berliner-Straße ist in Teilen eine Mischverkehrsfläche. Hier sollten Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger gleichberechtigt sein“, so Fritz Goersmeyer (Grüne und Mitglied der Arbeitsgruppe).
 
Soweit die Theorie, die Realität sieht anders aus – das ist auch Goersmeyer bewusst. „Dass wir was ändern müssen, ist klar.“ Nur was eben noch nicht.

„Wir werden unsere Vorschläge mit der Verwaltung abstimmen und dann sehen, was sich machen lässt“. Tempo 10 vielleicht oder eine Einbahnstraßenregelung. Ideen zumindest gibt es reichlich.  


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