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Medienhaus Lensing
30.06.2010 17:05 Uhr
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Phoenix-Hochofen: Künstler wollen Riesenbanane verhindern

HÖRDE Die Riesenbanane des Kölner Künstlers Thomas Baumgärtel löst einen Riesenkrach mit Kollegen aus: Mitglieder des Hörder Kultur-Quartiers wollen die 300.000-Euro-Installation auf dem Hochofen verhindern.Von Peter Bandermann

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Beate Bach, Jupp Dammberg, Helmut Hahn und Franz-Josef Oberkönig (von links) kreuzen die Bananen als ein Nein gegen diese Kunst am Hochofen. (Foto: Peter Bandermann)

Ihre Kritik: Die 30 Meter breiten und 16 Meter hohe Banane aus Stahl sei „hässlich“ und „albern“. „Der verarscht uns alle“, schimpft der Stahlbaukonstrukteur Helmut Hahn aus Hörde, „so etwas gehört in den botanischen Garten, aber nicht auf ein Industriedenkmal.“

Deutliche Kritik kommt auch von der Malerin Beate Bach: „Ob Banane, Apfel oder Birne – ein Selbstberufener sagt, dass er das jetzt einfach mal macht. Und die Stadt Dortmund stimmt zu. Wir werden gerade veräppelt.“ „Die verstehen diese Kunst nicht“, kommentiert der Künstler Thomas Baumgärtel aus Köln die Kritik aus Hörde.

Fotostrecke Künstler-Protest gegen die Hochofen-Banane

Die Banane sei „weltweit ein Zeichen für gute Kunst“ und inzwischen an 100 Orten etabliert. Mit der für sechs Monate genehmigten Installation auf dem wolle er das gesamte Ruhrgebiet auszeichnen. Seine Riesenbanane sei ein „Gütesiegel für einen guten Kunst-Ort. Die Hörder sollen doch froh sein, dass sie den Zuschlag bekommen haben.“

Geldproblem

Neben dieser Kritik muss der Künstler aus Köln zurzeit mit einem Geldproblem leben: Das Bananenprojekt kostet 300.000 Euro. Aktuelle fehlen 100.000 Euro, für die Baumgärtel noch Sponsoren sucht. „Die Installation der Banane noch im Kulturhauptstadt-Jahr wäre ideal“, so der Künstler über sein bisher größtes Vorhaben.

Das Brandenburger Tor

Im Visier hat er auch das Brandenburger Tor. Die 21 Tonnen schwere Idee aus Stahl hat mit der Kunsthistorikerin Dr. Rosemarie Pahlke aber auch eine Befürworterin: Die Banane sei ungewöhnlich – und auch Ungewöhnliches dürfe in Dortmund möglich gemacht werden.

  • Weitere Infos zu diesem Thema finden Sie in der Donnerstag-Ausgabe der Dortmunder Ruhr Nachrichten (Stadtteil Süd).


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