Larp-Fans fordern Ostereier-Verbot
HOMBRUCH Der Streit um die Larp-Rollenspiel geht in die nächste Runde: Dienstag verhandeln das Jugendamt und Jugendliche über die Zukunft der Fantasiewelt-Kampfszenen. Auch ein "Söldner" nimmt daran teil.
Diese Rollenspiele will das Jugendamt verbieten. (Foto:privat)
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Wie berichtet, hatte die Fachreferentin Angelika Schmitt die für die Osterferien angekündigten Ritterspiele aus dem JFS-Programm genommen, weil ihr der – wenn auch gespielte – Gewaltanteil zu hoch sei. „Larp“ kürzt das Spiel namens „Live Action role Playing“ ab. Die meist jugendlichen Teilnehmer und auch jungen Erwachsenen schlüpfen in Fantasierollen und kämpfen mit Schaumstoffwaffen gegeneinander – was mitunter mittelalterlich-martialisch aussehen kann wie im Film „Der Herr der Ringe“.
"Das Verbot ist kontraproduktiv"
„Larper sind friedlich“, überschreibt Forumsnutzerin arielle ihren Beitrag. Es sei „zu einfach gedacht“, dass von Gewalttätigkeit gesprochen werden kann, wenn ein Schwert in die Hand genommen wird. sennahoj beurteilt das Larp-Verbot als „kontraproduktiv“: „Mir kommt das vor wie die Inquisition.“
skybit schlägt der Jugendreferentin Angelika Schmitt vor, „Knetgummi und Malbücher an die angehenden Gewaltverbrecher“ zu verteilen. Auch Ostereier müssten verboten werden, weil sie Handgranaten ähneln würden. Wer sich auf die Ritterspiele in der JFS gefreut habe, könne jetzt im stillen Kämmerlein vor dem Computer sitzen, meint Forumsteilnehmer schnuutzi. Einer der Larp-Rollenspieler ist auch Kevin Zey, der mit dem Synonym „Damerlegardes“ als Söldner an den Spielen teilnimmt.
Drei Gruppensprecher im Gespräch mit dem Jugendamt
Kevin ist auch einer der drei Gruppensprecher, die an dem Gespräch am Dienstag teilnehmen. Das erste Gespräch am Donnerstagabend habe „ein halbes Ergebnis ergeben. Wir haben uns vertagt.“













