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Medienhaus Lensing
09.02.2012 05:30 Uhr
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Schondelle: Letzter Schritt auf dem Weg zurück zum natürlichen Verlauf

HOMBRUCH „Ein technisches Schmankerl in 21 Metern Tiefe" - so beschreibt Baudezernent Martin Lürwer die Kanalbauarbeiten im dritten Bauabschnitt der Schondelle. Im Juni sollen sie abgeschlossen sein. Es ist das letzte Kapitel einer langen Rückkehr zur Natur.Von Laura Kirchberger

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Mitte des Jahres sollen die unterirdischen Arbeiten an der Schondelle abgeschlossen sein. Zur Zeit läuft die Baumaßnahme "Hauptsammler Schondelle, Los III". (Foto: Laura Kirchberger)

Über acht Millionen Euro kostet das Projekt „Renaturierung Schondelle“. Baulos 1 und 2 sind bereits abgeschlossen. Mitte Januar haben die Arbeiten an dem vorletzten Bauabschnitt begonnen.

1,6 Millionen für den dritten Bauabschnitt

Investiert werden für das laufende Baulos 1,6 Millionen Euro. Dabei wird der alte Kanal unter der B54, in den die Schondelle mündete, durch einen neuen ersetzt. Das Abwasser aus dem Nebenfluss wird dann in Kläranlagen geleitet.

Gearbeitet wird mit einem unterirdischen Rohrvortrieb. Lürwer: „Die Verlegung geschieht mit besonderen technischen Mitteln.“ Das Tiefbauamt arbeitet mit einer Doppelpressgrube. 21 Meter unter der Erde werden so auf zwei Spuren Rohre mit einem Durchmesser von 1,20 Meter verlegt. Zehn Meter kommen die Arbeiten am Tag voran.

Rechnerisch müsste der Bau somit im Juni abgeschlossen sein, stellt Sylvia Uehlendahl vom Tiefbauamt in Aussicht. Wichtig ist der unterirdische Bau vor allem für den Verkehrsfluss. Nur so sei gewährleistet, dass Hombruch und Hörde über die Nortkirchenstraße und Am Rombergpark weiter verbunden seien, so Uehlendahl.

Schondelle fließt bald wieder in die Emscher

Wenn die Kanalarbeiten abgeschlossen seien, wird die Schondelle offen gelegt und in einem natur
ähnlichen Zustand der Emscher zugeführt, erklärt Christian Falk vom Tiefbauamt. Für diese Verbindung seien die Abholzungen der Pappelflächen nötig gewesen.

„Dann können dort wieder Kinder spielen und Spaziergängern bietet sich ein schönes Bild“, so Lürwer zu der Renaturierung.


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