Bergbau: Neues Buch beschreibt die Geschichte
SYBURG / WESTHOFEN Die dunklen Knöpfe sitzen dreireihig auf dem schweren schwarzen Stoff der Bergmannsuniform, vom Revers glänzen goldene Anstecker mit gekreuztem Schlägel und Hammer.
Der ehemalige Bergmann Tilo Cramm hat sich der Bergbaugeschichte rund um die Syburg angenommen und diese aufgeschrieben. Herausgekommen ist ein historisches Buch über die Zeit unter Tage. (Foto: Klinke )
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Weil es ihn nicht losgelassen hat, konnte Cramm am vergangenen Samstag mit bescheidenem Stolz ein zweites Buch veröffentlichen über den Bergbau unter der Grenze zwischen dem Dortmunder Süden und Schwerte.
Unbekannte Geschichte
Es beschreibt die bisher unbekannte Geschichte der Bergwerksstollen am Asenberg, Ebberg und im Schwerter Wald. Um diese Geschichte überhaupt erzählen zu können, hat Cramm mit vielen Helfern nachgeforscht.
„Zuerst beginnt man mit einem Landschaftsgang und sucht nach Halden und Löchern“, erklärt Cramm, „die meisten halten diese Löcher für Bombentrichter, aber in Wirklichkeit sind es eingesackte Schächte“.
Um die Beobachtungen zu überprüfen, durchsuchten sie Karten und Akten des Oberbergamtes und des Stadtarchivs. „Klar – gebuddelt haben wir auch“. So haben sie die Lage und Geschichte von fünf Stollen ans Licht gebracht, die nun auch Teil der Geo-Route Ruhr werden sollen.
Schwarzes Gold
Diese Wanderroute führt Besucher die Spuren des schwarzen Goldes von Mühlheim entlang, im Westen des Ruhrgebiets, bis zum Schwerter Freischütz – und damit auch zu den neu erkundeten Stollen.
„Die Route war schon geplant – wir haben sie jetzt noch mit Geschichte unterfüttert.“ Für Cramm ist diese Geschichte noch lebendig, aber er weiß, dass nicht mehr viele um die Bergbau-Geschichte wissen – und das ist es, was ihn antreibt: „Was nicht aufgeschrieben wird, wird vergessen.“














