Deutsche Annington: Rollstuhlfahrer kommen kaum in ihre Mietwohnungen
APLERBECK Es sind nur zwanzig Zentimeter, aber für Hans Stattkus und Helmut König sind es gefühlte zwanzig Meter. Es ist die eine Stufe vor dem Hauseingang des Mehrfamilienhauses an der Hosbachstraße, die für die beiden Rollstuhlfahrer und Mieter der Deutschen Annington unüberwindbar ist.
Eine nicht zu überwindende Hürde: An der Hosbachstraße 8 ist Rollstuhlfahrern ein Treppenabsatz im Weg. (Foto: Jörg Bauerfeld)
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Stattkus erlitt im Februar dieses Jahres einen Schlaganfall und kann längere Strecken nicht mehr ohne Rollstuhl-Hilfe zurücklegen.
Hausflur
„Wenn wir erst einmal im Hausflur sind, geht es“, beschreibt Hans Stattkus die Situation. Er wohnt in der ersten Etage, kann die Stufen zur Wohnung noch zu Fuß bewältigen.
„Aber ich muss den elektrischen Rollstuhl aufladen. Dafür muss ich in den Hausflur“, so der 61-Jährige.
Ende der Fahrt
Auch für Helmut König, der im Hochparterre wohnt, ist die Stufe vor dem Eingangsbereich die entscheidende Hürde. Für den 69-Jährigen ist hier mit dem Rollstuhl die Fahrt zu Ende, der Weg in den Hausflur verbaut. „Ich bin immer auf fremde Hilfe angewiesen.“
Seine Frau könne ihn nicht alleine mit dem Rollstuhl in den Hausflur schieben, „die Stufe schafft sie nicht“. Erst einmal im Hausflur angekommen, sei das Ganze dann nicht so problematisch. „Hier kann ich den Rollstuhl stehen lassen. In der Wohnung habe ich ja einen zweiten.“
Annington verspricht Hilfe
Aber eben diese Stufe vor der Haustür... „Eine kleine Rampe, das wäre die Lösung“, sind sich beide Mieter einig. Aber sieht das auch der Vermieter, die Deutsche Annington Immobilien GmbH so?
„Wir werden die Situation vor Ort noch einmal genau prüfen“, verspricht Ralf Krämer (Öffentlichkeitsarbeit) auf Anfrage unserer Redaktion, „und den Mietern bei ihren Problemen helfen.“
Hoffnung für die Mieter
Eine Fachkraft der Johanniter, mit der die Deutsche Annington eine Kooperation unterhält, wird die Mieter besuchen. Sie wird sich ein Bild von der Situation machen, gegebenenfalls Tipps geben, wie eine eventuelle Baumaßnahme durch die Krankenkassen bezuschusst werden kann und schließlich einen Bericht an die Deutsche Annington weiterreichen.
Etwas Hoffnung auf eine zeitnahe Lösung dürfen sich Hans Stattkus und Helmut König aber machen. Krämer: „Wenn es wirklich nur um eine Rampe im Außenbereich geht, dann ist dies kein Problem. Aber es sollte sich auch um eine nachhaltige Lösung handeln.“













