Aplerbecker Wald: Schön wie im Sauerland
Zwischen Emscher- und Ruhrtal erstreckt sich auf 115 Hektar das Naturschutzgebiet Aplerbecker Wald, in dem man die Stille fast hören kann.
(Foto: Hinderer)
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Vielfältig und Sauerland-typisch
„Das Waldgebiet ist einfach sehr vielfältig“, schwärmt Vetter. Durch die Lage im Ardey-Gebirge von fast 200 Metern an der höchsten Stelle, seien Teilstücke sogar Sauerland-typisch. „Charakteristisch sind die dichten, schattigen Flächen, aber auch Böschungen und sonnenexponierte Waldränder findet man vor.“
Ideal also nicht nur für Flora und Fauna, sondern auch für Naherholungssuchende. Spaziergänger und Jogger fühlen sich genauso wohl wie Wanderer und Reiter. Doch eine Interessengruppe bereitet den Forstwirten besonders viel Kopfzerbrechen: die Radfahrer.
Radfahren nur auf gekennzeichneten Wegen
Gemeint sind nicht die ASC-Mountainbiker, die natürliche Hindernisse nutzen, auf den Wegen bleiben und sich an ihren eigenen Ehrenkodex, der sich mit dem Landesforstgesetz deckt, halten. „Problematisch sind vor allem die, die unentdeckt bleiben wollen und auch nicht das Gespräch mit uns suchen“, so der Forstrat.
„Die Jugendlichen sind dann außerhalb der Wege unterwegs, sägen Baumwurzeln an und fahren wörtlich über Stock und Stein - das schadet natürlich den Pflanzen, viele Bäume erholen sich von den Verstümmelungen nicht.“ Besondere Rücksicht sei im Winter geboten: „Da sind dreimal so viele Rehe im Wald und Amphibien befinden sich in der Winterstarre. Wer da querfeldein marschiert, trampelt Tiere platt.“
Den Wald attraktiv gestalten
Doch dem Forstrat ist wichtig, dass es nicht immer nur um Verbote geht. „Der Aplerbecker Wald ist in erster Linie Naherholungsgebiet. Wir versuchen den Wald durch Schutzhütten und Bänke für Anwohner und Familien attraktiv zu gestalten und freuen uns auch, wenn Kinder Äste zu einer Spielhütte zusammen stellen oder gegrillt wird“, so Vetter.
Nur den Müll sollen die Passanten wieder mit nach Hause nehmen und Verständnis für die Sensibilität des Waldes entwickeln. „Regeln bedeuten kein Spaßverbot“, so Vetter. Im Südteil des Waldes, an dem die Straße zu einem Waldweg zurück gebaut worden ist, kann man im Winter prima Schlitten fahren.














