Grevendicks Feld: 230 Besucher auf Bürgerversammlung
LÜTGENDORTMUND Die Verlegung der Zentralen Kommunalen Unterbringungseinrichtung für Ausländische Flüchtlinge (ZKU) zum Grevendicks Feld sorgt seit Wochen für Gesprächsstoff in Lütgendortmund. Am Donnerstagabend hatten die Bürger das Wort.
230 Besucher waren zur Bürgerversammlung zum Thema Grevendicks Feld gekommen. (Foto: Stephan Schütze)
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Fotostrecke Bürgerversammlung zum Thema Grevendicks Feld
Schon nach einer kurzen Einführung durch Sozialdezernentin Birgit Zoerner hatten die rund 230 Besucherinnen und Besucher im Saal Gelegenheit, ihre Fragen und Bedenken zu äußern. Und es gab viele Fragen. So hatten sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer eingefunden. "Wenn die Flüchtlinge einziehen, werden wir die Wohnungen nicht mehr los", so die Befürchtung vieler Anwohner.60 Jahre
Ein Einwand, den Jörg Süshardt, stellvertretender Leiter des Sozialamtes nicht gelten ließ. "Das Grevendicks Feld gibt es seit 60 Jahren. Die Verhältnisse haben sich dort seit damals nicht verschlechtert sondern verbessert. Und sie werden sich jetzt auch nicht verschlechtern."
Auch machte Süshardt deutlich, dass keine juristische Möglichkeit besteht, als Bürger gegen den Umzug der ZKU Einspruch einzulegen. Klartext, der nicht allen Besuchern schmeckte, aber trotzdem gut ankam, weil die Stadtvertreter klare Antworten gaben und nicht wie von manch einem Besucher befürchtet auswichen.
Anwohnern Angst nehmen
Das galt auch für Rüdiger Denker, Leiter der Polizeiwache Aplerbeck. "Die Leute, die zu uns kommen sind nicht krimineller als wir hier", verblüffte er das Publikum. Die Kriminalität in Aplerbeck sei seit 2005 sogar rückläufig, trotz der ZKU am Westfalendamm.
Michael Taranczewski, Ratsvertreter der SPD aus Aplerbeck, versuchte den Anwohnern die Angst zu nehmen.
"Neben den Flüchtlingen haben wir die Forensik und die Psychiatrie in Aplerbeck. Wir fürchteten uns vor mehr Kriminalität und den Wert unserer Häuser. Aber diese Befürchtungen waren unberechtigt."
Integration
Aber während der rund dreistündigen Diskussion im evangelischen Gemeindehaus bei der viele Detailfragen geklärt wurden, sprachen sich auch einige Besucher für das Vorhaben der Stadt aus. Und für einen vorurteilsfreieren Umgang mit den Flüchtlingen. Eine Besucherin brachte auf den Punkt, was viele dachten: "Wir sind 20.000 Lütgendortmunder. Wir werden es doch wohl schaffen, 60 Jugendliche zu integrieren."
















