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Medienhaus Lensing
28.04.2008 14:11 Uhr
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Arbeitskreis kämpft gegen Rechts

DORSTFELD Mit Gesprächen in Schulen möchte der Arbeitskreis "No go Area für Rechte" in Dorstfeld dazu beitragen, für den Kampf gegen Rechts zu sensibilisieren.Von Katrin Kandula

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Rechtsextreme Einstellungen sind in allen Bevölkerungsteilen vorhanden. So lautet das Ergebnis einer von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichten Studie in dem Buch "Vom Rand zur Mitte".

In Dorstfeld ist dies spürbar. Gegen den Rechtsradikalismus und für Toleranz und Respekt in Dortmund setzt sich der Arbeitskreis "No go Area für Rechte" ein. Vom im April verstorbenen Ratsvertreter Peter Borris initiiert, soll er in seinem Sinne fortgeführt werden, so der Vorsitzende des Arbeitskreises, Daniel Balzer.

Am Freitag veranstalteten die Mitglieder im Saal des Seniorenhauses Vinzenz nun einen Abend zum Thema "Rechtsextreme Einstellungen und ihre Einflussfaktoren". Dazu stellte Dr. Dietmar Molthagen von der Friedrich-Ebert-Stiftung den etwa 50 Gästen das Buch "Vom Rand zur Mitte" von Oliver Decker und Elmar Brähler vor. Mit der Grundlage einer Befragung von 2006 beschreiben die Autoren die Ausprägung rechtsextremer Einstellungen in Deutschland.

Kleiner Schritt zur Besserung

Die Resultate boten reichlich Diskussionsstoff und Redebedarf. Es zeigte sich etwa, dass die Altersgruppe der über 60-Jährigen die höchsten Zustimmungswerte zu rechtsextremen Aussagen erreichte. Diese Erfahrung hatten auch schon manche Gäste gemacht. Molthagen riet: "Eine andere Meinung in familiären Gesprächen zu äußern, kann schon ein kleiner Schritt zur Besserung sein."

Zudem müssten vorbildhafte Politiker sich sensibler zu dem Thema ausdrücken und etwas gegen die Unzufriedenheit in der Bevölkerung tun, so die Anmerkungen einiger Gäste. Unzufriedenheit oder das Erziehungsverhalten der Eltern sind Einflussfaktoren auf rechtsextreme Einstellungen, wie die Studie zeigt.

Bei Jugendlichen ansetzen

In einem Punkt waren sich die Teilnehmer einig: Aufklärung ist das wichtigste Mittel gegen Rechtsextremismus. "Ein NPD-Verbot würde die Köpfe nicht verändern", so Molthagen. Bei dem Gedankengut wollen auch die Dorstfelder ansetzen. "Natürlich ist die Arbeit mit allen Altersgruppen wichtig, aber wir wollen bei den Jugendlichen anfangen, damit sie erst gar nicht auf die schiefe Bahn geraten", sagte Daniel Balzer. Geplant sind Besuche des Arbeitskreises in Schulen.



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