Putz-Aktion gegen Rechts: Bündnis Dortmund will faschistische Aufkleber entfernen
DORSTFELD Mit Wasser, Spülmittel und Plastikschabern gegen Rechtsradikale vorgehen: Das ist der Plan des Bündnis Dortmund gegen Rechts. "Wir machen einen antifaschistischen Herbstputz in Dorstfeld", sagt Mitorganisatorin Ula Richter.
Ula Richter, Yinka Aranmolate und Stefan Mölleke (v.l.) wollen faschistischen Aufkleber abkratzen. (Foto: Moghaddam)
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Im März hat das Bündnis bereits einen "Frühjahrsputz" veranstaltet. Damals hätten knapp hundert Menschen daran teilgenommen - und das habe vor allem die Anwohner in Dorstfeld gefreut. "Allein trauen sie sich oft nicht, etwas gegen die Rechten zu unternehmen", so Richter. Bezirksschülersprecherin Yinka Aranmolate hat Verständnis: "Nachbarn und Schüler des Reinoldus- und Schillergymnasiums werden immer wieder von Rechten angepöbelt und eingeschüchtert."
Gegenkundgebung der Neonazis
Angst sei immer dabei. "Ohne Polizeischutz könnten wir die Aktion gar nicht machen", sagt Stefan Mölleke vom Bündnis gegen Rechts. Beim letzten Mal seien etwa 70 Neonazis dabei gewesen, die spontan eine Gegenkundgebung organisiert hätten. Die Teilnehmer würden vorsichtshalber nur in Gruppen auf den Nachhauseweg geschickt.
"Der Herbstputz ist eine symbolische Aktion im Vorgriff auf die mögliche Demonstration der Neonazis am 5. September", erklärt Richter. Es müsse dringend bei dem Verbot der Demonstration bleiben.
- Los geht es um 15 Uhr am S-Bahnhof Dorstfeld, Route führt bis zur Heinrichstraße













