Der Klang der Kirschblüte im Schulte-Witten-Haus
DORSTFELD Dass Japan mehr als Sushi, Karate oder Mazda zu bieten hat, zeigte das Duo "Muse" bei seinem Konzert im Blauen Salon des Schulte-Witten-Hauses.
Sopranistin Ewa Anna Dannowski sang alte und moderne Lieder aus dem Land der aufgehenden Sonne. (Foto: Schütze)
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Sven Dannowski spielte auf dem Klavier und begleitete die Sopranistin Ewa Anna Dannowski auf der Reise durch die vier Jahreszeiten in Japan.
"Sakura" hat doppelte Bedeutung
"Sakura" heißt Kirschblüte und ist zugleich der Titel eines der ältesten Lieder Japans. "Die japanische Kultur ist sehr mit der Natur verbunden und voller Phantasie und schöner Bilder", erklärte der Musiker Sven Dannowski.
So handelten viele der Lieder auch von Themen der Natur. Auf Japanisch und Deutsch sang Ewa Anna Dannowski über "Hana no machi" - die Blumenstadt oder die Sommererinnerung "Natsu no omoide". Die Klavierklänge untermalten den harmonischen Gesang.
Europäischer Klang
"Die Musik ist sehr entspannend. Außerdem bin ich überrascht, dass die Lieder fast europäisch klingen", meinte Michael Schwerdt, einer der Zuhörer.
Die Stücke hätten oft westeuropäische Anteile, erklärte Sven Dannowski. Die wenigsten seien altjapanische Volkslieder wie "Sakura". "Zum Programm gehören auch Schlager aus den 1970er und 80er Jahren. Die meisten Lieder entstanden jedoch in den 20ern, 30ern und 40ern", sagte der Pianist.
Kultur näher bringen
Ein Kollege hatte ihn in die japanische Musik eingeführt. Seitdem ist das Paar von dem Land fasziniert und bringt dem Publikum seit 2005 dessen Kultur näher. Der Musikpädagoge meinte: "In Japans Schulen steht es auf der Tagesordnung deutsche Lieder zu singen. Und hier kennen nur wenige Leute die japanische Musik."
Damit die Gäste auch verstehen konnten, was die fremdsprachlichen Texte ausdrücken, gab der Moderator Micha Badura Erklärungen zu den Liedern, den Traditionen und den Menschen. Eine Präsentation zeigte Fotos aus dem "Land der aufgehenden Sonne".













