Umweltamt Dortmund: Experten warnen vor giftigem Bärenklau
SCHWIERINGHAUSEN Mit ihren runden, weißen Blütenköpfen und tellergroßen, gezackten Blättern fällt die Pflanze eigentlich nur durch ihre Größe von bis zu dreieinhalb Metern auf. Doch sie bildet Giftstoffe, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken.
Stolze 3,50 m misst dieser Riesen-Bärenklau. Die Blütendolde erkennt man nur durch die riesigen Blätter. (Foto: Hinderer)
- Vor Ratsentscheidung Weitere Aktionen für den Erhalt von Huckarde und Eving geplant
- Musiktheater Piano Vinyl-Freunde machen sich ihre eigene Hitparade
- Lütgendortmunder Straße Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus
- Viele betroffene Häuser Bergbauschäden verjähren nicht
- Gedenken Ein Stolperstein für den Dorstfelder Hellweg
„Dadurch ist kein direkter Kontakt zur Pflanze nötig, um eine allergische Reaktion auszulösen“, erklärt Forstrat Sebastian Vetter. Im Westen treten die Pflanzenbestände meist vereinzelt an Halden, Bächen und Waldrändern auf – „oft jedoch auch an Rad- und Wanderwegen“, berichtet Christine Küster.
Ideale Verbreitung
Gegen größere Bestände am Dortmund-Ems-Kanal von der Schwieringhauser Straße kommend geht das Umweltamt schon länger vor. Ganz beseitigen ließ sich die Ausbreitung bislang jedoch nicht. „Die Samen verbreiten sich ideal über Bachläufe und durch die Luft“, so Küster. Auch der stickstoffreiche Stadtboden schaffe ideale Bedingungen.
Hinzu kommt, dass die Samen besonders resistent sind und bis zu 30 Jahre lang auch unter schwierigen Bedingungen überleben können. „Dadurch ist der Schaden, der für Pflanzen entsteht, noch viel größer als für Menschen“, erklärt Küster. „Heimischen Pflanzen, wie Orchideen und Lichtnelken, kommen neben dem Bärenklau weder an Licht noch an Wasser, und sie gehen ein.“
Nicht nur große Bestände gefährlich
Das Umweltamt geht regelmäßig gegen große Bestände der toxischen Pflanze vor. „Aber auch einzelne Pflanzen können gefährlich werden“, mahnt die Expertin.
- Taucht der Bärenklau im heimischen Garten auf, muss er nicht nur mit vollständigem Wurzelwerk entfernt werden. Die Grünabfälle, insbesondere die riesigen Blütendolden, müssen auch zwingend verbrannt werden, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei stets direkten Kontakt zur Pflanze meiden und Schutzkleidung tragen!















