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Medienhaus Lensing
19.03.2008 14:51 Uhr
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Gut gesichert hoch hinaus

HUCKARDE Seit Samstag ist die "Kletterhalle Bergwerk" in Huckarde geöffnet. RN-Mitarbeiterin Karin von Cieminski hat sie besucht und schildert in diesem bericht ihre Tour über steile Wände in luftiger Höhe.Von Karin von Cieminski

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Bergwerk-Mitarbeiterin Theresa (l.) sicherte Karin von Cieminski während ihrer Klettertour und versorgte sie mit Tipps. (Foto: Schütze)

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Etwas einschüchternd ist sie schon, die riesige neue "Kletterhalle Bergwerk" auf dem Gelände der Kokerei Hansa. Bis zu 20 m hohe Kletterwände, die ich erklimmen möchte. Mal sehen ob es klappt. Denn ich bin Neuling, war erst zweimal in meinem Leben klettern, und das letzte Mal mit dem Sportkursus liegt schon Jahre zurück. Aber es hat mir damals richtig Spaß gemacht, deshalb nehme ich die Herausforderung heute an.

Zuerst bekomme ich meine Ausrüstung: Schuhe und Klettergurt. Obwohl ich mir schon eine größere Schuhgröße ausgesucht habe als ich eigentlich trage, fühlen sich meine Zehen immer noch gequetscht an. "Das liegt daran, dass die Schuhe vorne eng geschnitten sind, damit die Zehen sich wölben und so mehr Kraft auf kleiner Fläche ist", erklärt mir Mitarbeiterin Theresa, die mich beim Klettern sichern wird.

Pulver an den Händen

Auf dem Weg zur Kletterwand müssen wir etwas aufpassen, denn es ist richtig voll, obwohl die Halle erst vor zwei Stunden eröffnet hat. Hinter den Sicherern am Boden mit den straffen Seilen gehen wir entlang, damit sich niemand auf unseren Kopf abseilt. Viele Familien, aber auch Profis tummeln sich schon hier. Die Profis, einige sogar mit Pulver für die Hände ausgestattet, bewegen sich behände in Höhen, die ich noch vor mir habe.

Zum Warmwerden gehen wir in den "Boulderbereich", also der Bereich mit niedrigen Wänden und dicken Matten auf dem Boden, wo ich ohne Sicherung einige Griffe testen kann.

Auch hier gibt es schon ganz schön schwierige Schrägen bei denen ich mich wie "Cliffhanger" fühle und die Kraft in den Armen schnell nachlässt. Dann gehen wir rüber zu den hohen Wänden und Theresa, 25-jährige Studentin die seit zwei Jahren klettert, legt mir den Klettergurt an. Im unteren Wandbereich sind winzige Griffe, in Form von aufgesetzten halben Mandarinen. Etwas zögerlich bin ich schon, ich glaube früher war das anders.

Theresa bestätigt meine Vermutung: "Jüngere, gerade Kinder, gehen ganz unbesorgt an die Sache, Erwachsene haben eher Angst." Ich muss mich ganz schön strecken um die größeren, höher liegenden Griffe zu packen und mich mit allen Vieren hoch zu hangeln. Nach den ersten Schritten klappt es richtig gut und ich erklimme Meter für Meter.

Hin und wieder ruft mir Theresa Tipps für die günstigsten Griffe zu, die, je höher ich komme, in der Geräuschkulisse verschwinden.

Muskelkater

Als ich dann oben bin, leicht verschwitzt, schaue ich runter und denke: "Also jetzt noch runterklettern müssen, wäre unmöglich" - zum Glück kann ich mich einfach am Seil festhalten, in den Gurt reinsetzen und muss mich nur mit den Füßen von der Wand abstoßen während Theresa mich hinunter lässt. Geschafft, aber den Muskelkater merke ich schon jetzt.

Öffnungszeiten: Mo-Fr 14 bis 23 Uhr, Sa+So 10 bis 23 UhrFür Gruppen: vormittags jederzeit nach Vereinbarung
Preise: Erwachsene: 10 Euro, ermäßigt: 9 Euro, Kinder bis 12: 5 Euro. www.kletterhalle-bergwerk


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