Nach Zwangsversteigerung: Hannibal-Mieter warten vergeblich auf Sanierung
DORSTFELD Die Mieter des Hannibal-Hochhauses in Dorstfeld warten auch drei Monate nach der Zwangsversteigerung des Gebäudes noch auf die Sanierung. Die Zustände im Haus sind teils katastrophal. Ob und wann saniert wird, ist trotzdem noch immer nicht klar.
Hannibal-Bewohner Martin Illert erinnert sich noch an bessere Zeiten, in denen Mängel im Haus zeitnah beseitigt wurden. (Foto: Caroline Biallas)
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Fotostrecke So sieht es im Hannibal-Hochhaus aus
Zeiten haben sich geändert
„Zu Dogewo-Zeiten haben wir hier gut gelebt“, sagt Illert über die Wohnungsgenossenschaft, die früher für das Gebäude verantwortlich war. Wenn etwas im Haus kaputt war, dauerte es nicht lange und eine Firma rückte an, um die Mängel zu beseitigen. Die Zeiten haben sich geändert.
Die Besitzer des Hauses wechselten mehrmals. Seither werde viel versprochen, aber nichts umgesetzt. „Und die Fassaden, der Eingangsbereich und die Treppenhäuser müssten dringend renoviert werden“, sagt Illert.
Das Unternehmen hatte in Dortmund und anderen Städten Hochhausanlagen aufgekauft, wurde jedoch kurz darauf insolvent. Seit fünf Jahren wird der Hannibal vom Steuerberatungsbüro Rosenbaum zwangsverwaltet.
Wegen Betrugs verurteilt
Im Dezember 2011 wurde der ehemalige Janssen & Helbig-Geschäftsführer, der sich als „Dr. Schneider“ ausgegeben hatte, wegen Betrugs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Daraufhin ersteigerte die Berliner „Lütticher 49 Properties GmbH“ die Immobilie für sieben Millionen Euro – eine Summe, fast doppelt so hoch wie der Wert des Objektes. Fast drei Monate sind vergangen, verändert hat sich für die Mieter nichts.
Auch der Berliner Rechtsanwalt Dr. Holger Lerche, der die GmbH bei der Zwangsversteigerung vertreten hatte, möchte sich zu den Hannibal-Plänen nicht äußern: „Da passiert viel, aber zum jetzigen Zeitpunkt können wir dazu nichts sagen.“
Warten auf bessere Zeiten
















