Eingang zugestellt: Neonazis behinderten Zugang zum Wahllokal
DORSTFELD Eine Gruppe von Neonazis hat am Sonntag (9.5.) versucht, Wähler davon abzuhalten, die Wahllokale 10101 und 10108 im Haus Schulte-Witten zu besuchen.
Die Wähler haben sich von den Rechten bedroht gefühlt. (Foto: dpa)
- Volksfest 29. Kirchlinder Woche beginnt am Pfingstmontag
- Festnahme 19-Jährigem wird Tierliebe zum Verhängnis
- Zwischennutzung der Kirche Elias-Gemeinde sucht Ideen und Partner für Veranstaltungen
- "Pingsthuekke" Huckarder Kirmes startet am Samstag mit neuem Fahrgeschäft
- Pfingstsonntag "Nacht der offenen Kirchen" bietet riesige Programmauswahl
Ein schmaler Durchgang
Die zehn Personen, laut Haus durch Glatzen und Kleidung eindeutig als Neonazis identifizierbar, hätten nur einen schmalen Durchgang für die Wähler gelassen, aber nicht lange. „Bei der Wahlvorbereitung hat man uns ganz klar gesagt, sobald die auftauchen sollten wir die Polizei anrufen“, so Gerda Haus, „und als die gesehen haben, dass wir telefonieren, sind die sofort verschwunden.“
„Wir hatten kaum aufgelegt, da war die Polizei schon da“, lobte Rüdiger von Chamier, Wahlleiter von Wahllokal 10108 im selben Gebäude, die schnelle Reaktion der Beamten. Die Polizei entdeckte neun der Neonazis in einer nahe Gaststätte. Wegen des Verdachts der Wählernötigung und der Durchführung einer unangemeldeten Versammlung wurden Strafanzeigen gefertigt.
Wahlkampf gestört
Die Gruppe hatte selber bereits am Vormittag von ihrem Wahlrecht gebraucht gemacht. Insgesamt bekamen rechte Parteien in dem Wahllokal 10101 in der Vergangenheit 26 Stimmen. Für Rüdiger von Chamier vom SPD-Ortsverein ALtdorstfeld ist diese Provokation der Neonazis ein weiteres Kapitel in einer lange Reihe von Vorfällen: „Sie haben systematisch unseren Wahlkampf gestört.
Wenn wir einen Stand aufgebaut haben, sind sie gekommen haben sich rings um uns aufgestellt und so die Leute abgeschreckt.“
Er hofft, dass Parteien, Kirchengemeinden sowie Vereine und Verbände sich nach dem Ende des Wahlkampftrubels zusammensetzen und eine Strategie gegen die Präsenz der Neonazis in Dorstfeld entwickeln.
- Eine erneute gemeinsame Aktionen soll es laut Rüdiger von Chamier am Antikriegstag (4.9.) geben.













