Zivilcourage: Netzwerk gegen Rechts in Huckarde gegründet
HUCKARDE Neonazis, die Kirchlinde mit Aufklebern verschandeln, eine gärende rechte Szene in Teilbereichen des Stadtbezirks: Das sind Entwicklungen, gegen die viele aufstehen wollen.
Viele Huckarder trugen sich auf die Liste zur Gründung eines bunten Netzwerks gegen Fremdenfeindlichkeit und Neofaschismus ein. (Foto: Brede)
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Aufkleber entfernen
Das ist auch das erste greifbare Ergebnis der Veranstaltung. Weitere dürften folgen. Ähnlich wie es am Freitag (19.3.) in Dorstfeld geschah, als Hunderte von Bürgern Neonazi-Aufkleber entfernten und so ein Zeichen des Widerstandes zu setzen, könnte auch Kirchlinde demnächst Schauplatz einer „Aufräum“-Aktion werden.
Denn jüngst wurde der Stadtteil von Aufklebern überschwemmt. Und das Falken-Büro in Kirchlinde war Ziel eines Farbangriffs, wie Falken-Chef Michael Rehberg am Donnerstagabend erklärte. Worauf aus den Reihen der Anwesenden eben jener Vorschlag kam, gemeinsam Aufkleber zu entfernen.
Einig waren sich die Teilnehmer auch, dass am 4. September, an dem Neonazis erneut einen Aufmarsch planen, Gegenaktionen im Stadtbezirk Huckarde laufen sollen.
Doch über einzelne Aktionen hinaus sei es wichtig, dass das ganze Jahr über die Sensibilität aller zu schärfen. Dazu forderte Norbert Wemmer von der Jugendfreizeitstätte Rahm aber auch, die hauptamtlich in der Jugendarbeit Tätigen finanziell angemessen auszustatten und nicht Geld einzusparen.
"Straßenaktivisten"
Denn auch das wurde an diesem Abend deutlich: „Gerade die so genannten Autonomen Nationalisten sehen sich als Straßenaktivisten, die verstärkt auf Jugendliche zugehen“, sagte Hartmut Anders-Hoepgen von der städtischen Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie













