Huckarder Hundeführer: Polizisten auf vier Pfoten
MENGEDE „Sitz“, „Platz“ oder „Legen“ lauten die knackig kurzen Kommandos, die Sven Röhnicke seinem Belgischen Schäferhund „Fazer“ gibt. Ihre Wirkung sieht man aber umgehend. Der Hund hört aufs Wort.
Der belgische Schäferhund »Bono« beeindruckte bei der Vorführung der Dortmunder Polizei-Hundestaffel. (Foto: Heimann)
- Vor Ratsentscheidung Weitere Aktionen für den Erhalt von Huckarde und Eving geplant
- Musiktheater Piano Vinyl-Freunde machen sich ihre eigene Hitparade
- Lütgendortmunder Straße Frau stirbt bei Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus
- Viele betroffene Häuser Bergbauschäden verjähren nicht
- Gedenken Ein Stolperstein für den Dorstfelder Hellweg
„Insgesamt haben wir 14 Hunde in der Staffel“, verrät Röhnicke und ergänzt: „Als Schutz-, Sprengstoff- oder Drogenhunde.“ Dann wirft er im hohen Bogen einen kleinen Gegenstand aus Plastik ins Gras.
Die Nase am Boden
Anschließend befiehlt er „Fazer“ eben diesen Gegenstand zu suchen. Schwanzwedelnd flitzt der siebenjährige Schäferhund über die Wiese, die Nase möglichst nah am Boden. „Damit simulieren wir eine für uns alltägliche Situation“, weiß Beamtin Christina Hesmer. „Beispielsweise wenn ein Verdächtiger etwas wegwirft, dann schicken wir einen Hund los, um es aufzuspüren.“
Eine gute Nase alleine reicht aber nicht aus, um ein Polizeihund zu werden. Eine fundierte, rund halbjährige Ausbildung ist Pflicht – sowohl für Hund als auch Hundehalter. Anschließend sind beide dann fit für den Einsatz. Dass der auch mal gefährlich werden kann – vor allem aber für den Verdächtigen – zeigt dann der so genannte Schutzdienst.
Dem kräftigen Kiefer ausgeliefert
Ausgestattet mit einem dicken Lederärmel, mimt Sven Röhnicke einen flüchtigen Verbrecher. Kollegin Christina Hesmer schickt ihren „Bono“ los, um Röhnicke zu stellen. Aus vollem Lauf springt „Bono“ den vermeintlichen Delinquenten an und verbeißt sich in den Ärmel. Ohne diesen Schutz wäre der Beamte jetzt natürlich dem kräftigen Kiefer des rund 30 Kilo schweren Hundes ausgeliefert.
Entsprechenden Eindruck hinterließ die Vorführung bei den Zuschauern. Auch bei der 9-jährigen Lisa. „Das sah ganz schön gefährlich aus. Ich würde das nicht probieren wollen“, schüttelt sie den Kopf. Grundsätzlich seien die Polizei-Hunde aber nicht gefährlicher als ihre anderen Artgenossen. „Ich habe selbst Kinder und der Hund lebt ganz normal bei uns zuhause“, gibt Sven Rönicke Entwarnung.















