In Karlsruhe: Vier neue Glocken für Bartholomäuskirche gegossen
LÜTGENDORTMUND 41 Mitglieder der Christus-Kirchengemeinde reisten mit den Pfarrerinnen Bettina Wirsching und Heike Bährle nach Karlsruhe, wo vier neue Glocken für die Bartholomäuskirche gegossen wurden. Noch vor Ostern 2012 sollen die Glocken aufgehängt werden.
Die Form einer der Lütgendortmunder Glocken, die hier gegossen wird, befindet sich in der Erde. (Foto: Bräuning )
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Am Freitag (9.12.), pünktlich ab 15 Uhr, der Sterbestunde Jesu Christi, wurden nämlich in Karlsruhe in der Glockengießerei Bachert, vier neue Glocken für die Bartholomäuskirche Lütgendortmund gegossen.
Diesem seltenen Ereignis wohnten sie begeistert bei, um viele Informationen über den Glockenguss zu erfahren.
Wie in Schillers „Lied von der Glocke“
Die Glocken, die wie nach Schillers „Lied von der Glocke“, fest gemauert in der Erde gegossen wurden und dadurch von den Besuchern gar nicht gesehen werden konnten, wurden auf die Namen Christus, Bartholomäus, Martin Luther King und Katharina getauft.
Neben den vier Lütgendortmunder Glocken wurden vier weitere für eine kroatische und eine Baden-Württembergische Gemeinde gegossen. Auch deren Geistliche und Gemeindemitglieder waren angereist, so dass die große dunkle Halle der Glockengießerei mit vielen Menschen angefüllt war.
Nach einem Gebet der Gemeindemitglieder, jeweils in ihrer eigenen Sprache, stachen die fünf Glockengießer nach Jahrhunderte alter Tradition den Schmelzofen an: Die flüssige und glühende „Glockenspeise“, bestehend aus einem Gemisch von Kupfer und Zinn mit mehr als 1000 Grad Celsius floss durch Sand nach und nach bis zu den Gusslöchern und füllte die Hohlräume zwischen der äußeren und der inneren der unterirdischen Formen.
Glocken müssen ein bis zwei Wochen erkalten
Dabei erhitzte sich die Halle und Luft und Gase entwichen pfeifend ins Freie. Die Glocken müssen ein bis zwei Wochen erkalten, bis sie dem Erdreich entnommen werden können. Die Klöppel werden in einem anderen Betrieb geschmiedet.
Zu sehen bekommen die Lütgendortmunder ihre von der Künstlerin Rosemarie Vollmer aus Gondelsheim (Landkreis Karlsruhe) mit Namen, Versen und Weinstockreliefs verzierten Glocken noch vor Ostern 2012.
Bis dahin werden sie geliefert und zur Ansicht vorgestellt, bevor die 380 bis 490 kg schweren Glocken in dem noch zu sanierenden Glockenturm aufgehängt und am Ostersonntag gesegnet werden.













