Ruhr.2010: Halterner Künstler begeisterten bei der Eröffnungsfeier
HALTERN Die Musiker vom Rockbüro Haltern bespielten am Samstag von 18 bis 22.30 Uhr auf der Zeche Zollverein zwei Bühnen und begeisterten die vielen Besucher der Ruhr.2010-Eröffnungsfeier.
Andre Haggeney und Sylvia Schäfer von der Band Motel. (Foto: privat)
Internationale Unterstützung gaben ihnen Solokünstler der Danziger Theatergruppe „Feta“.
Diese Mischung aus kommunaler Kunst und internationalem Netzwerk gehört, so Andre Haggeney vom Rockbüro, zum Selbstverständnis des Rockbüros.
"Ihr seid doch beklopp"
„Viele haben gesagt: Ihr seid doch bekloppt! Aber wenn wir eine andere Metropole sein wollen, dann muss auch die Eröffnungsfeier anders sein. Und wer das hier beinhart durchsteht, der ist auch anders.“ Besser als mit diesen Worten der Kulturdirektorin Asli Sevindim kann man wohl auch den Auftritt der Künstler des Halterner Rockbüro auf der Zeche Zollverein am Samstag kaum beschreiben.
Bei eisigem Wind und klirrender Kälte begeisterten die Halterner Musiker, Feuerjongleure und ihre extra für dieses historische Event eingeflogenen Freunde aus Danzig das Publikum auf dem Gelände des Weltkulturerbes im Schnee.
Historischer Moment
„Die Bedingungen waren spannend“, sagt Andre Haggeney, wenn man bedenke, dass die Theaterspieler drei Stunden auf Stelzen standen und die Musiker bei minus fünf Grad Celsius ihr Programm abspielten.
„Es war ein tolles Feedback“, schwärmt der Musiker. Er betrachtet rückblickend den Auftritt in Essen als historischen Moment.
Über 100 000 Menschen hatten den Weg auf das historische Essener Zechengelände gefunden, um das Ruhrgebiet als Europas Kulturhauptstadt 2010 zu feiern. Den musikalischen Auftakt des Halterner Programms machten die Tibulskis, später sorgte die Band Motel mit stimmungsvollen Songs für Gänsehautatmosphäre.
Publikumsmagneten
Die Halterner Feuerjongleure der Gruppe IXFIRE erwiesen sich ebenso wie ihre polnischen Kollegen der Performance-Gruppe „Feta“ als Publikumsmagneten. Mit einem Nonstop-Programm von fast fünf Stunden bei Minus fünf Grad vertraten die Halterner Künstler ihre Heimatstadt würdig und mit großer Spielfreude.
Nach mehreren Zugaben von Motel fand die Veranstaltung – Bundespräsident Köhler nannte sie ein Wintermärchen – mit dem großen Feuerwerk über dem Förderturm ein gigantisches Ende.



















