Bedarf steigt: In der Offenen Ganztagsschule wird es eng
HALTERN Mit Mühe und Not erreichten die ersten Offenen Ganztagsgrundschulen in Haltern eine Versorgungsquote von 25 Prozent ihrer Schüler. Heute platzen die Einrichtungen an allen Schulen aus den Nähten, denn der Bedarf ist in jüngster Vergangenheit enorm angestiegen.
Vielfältiges Angebot: Julia, Sarah und Karina präsentieren stolz eine neue farbenfrohe Bilderwand in den Räumen der Offenen Ganztagsschule an der Marienschule. (Foto: Silvia Wiethoff)
Gute Arbeit
In Haltern sei dies auch auf die gute Arbeit der Ganztagsschulen zurückzuführen, sagt Muck. Wurde diese anfangs noch kritisch beäugt, wird jetzt durchaus das vielfältige Programm gewürdigt. Zurzeit können der Betreuungsbedarf und das Angebot bis auf Einzelfälle auf einen Nenner gebracht werden. Dies gelingt aber nur, weil die OGS mehr Kinder aufnehmen als ursprünglich vom Raumprogramm vorgesehen. So können in der Marienschule 65 statt der geplanten 50 Kinder an der Betreuung teilnehmen. Richtig eng wird es wahrscheinlich mit dem kommenden Schuljahr.
Keine baulichen Erweiterungen
Bauliche Erweiterungen werden nicht möglich sein, denn die erforderlichen Ausgaben könnten aufgrund der sinkenden Schülerzahlen nicht gerechtfertig werden, teilt Ludger Muck mit. Die Raumprobleme sollen deshalb in erster Linie durch die Umwandlung frei werdender Klassenräume gelöst werden. In Absprache mit den Schulleitungen hat die Stadt außerdem eine Prioritätenliste entwickelt, die bei Engpässen angewendet wird. Danach entscheiden folgende Kriterien über die Aufnahme in eine OGS: Geschwisterkinder, soziale Bedürftigkeit (vom Jugendamt bestätigt) und Berufstätigkeit der Eltern.
Kapazitätsprobleme
Mit Kapazitätsproblemen rechnet die Verwaltung vor allem an der Joseph-Grundschule in Sythen, der Marien- und der Silverbergschule. Ludger Muck betont, dass auf jeden Fall ein OGS-Platz zur Verfügung stehen werde, sollte er von Eltern eingefordert werden. Sie müssten allerdings damit rechnen, ihr Kind an einem anderen Standort beschulen zu lassen als vorgesehen. Dies gelte vor allem für die Stadtmitte und die Kooperationsschulen Sythen und Lavesum, zwischen denen es einen Busverkehr gibt. Andere Ortsteile blieben erst einmal außen vor.


















