"Ich See Kultur": Ray Wilson begeisterte in der Stadtsparkasse
HALTERN Ray Wilson brachte es am Freitagabend beim Auftakt von "Ich See Kultur" in der Stadtsparkasse Haltern auf den Punkt: "So viel Spaß hatte ich in noch keiner Bank!" Und so ging es auch den rund 400 Zuhörern.
Ray Wilson gab bei seinem Konzert in der Stadtsparkasse alles! (Foto: Benjamin Glöckner)
Fotostrecke Ray Wilson in der Sparkasse
Wer hätte vorher gedacht, dass sich die Schalterhalle der Stadtsparkasse in einen Rock-Tempel verwandeln würde? Sicherlich keiner. Zumal die Eintrittskarten auf einen wesentlich leiseren Abend hindeuteten: „Genesis Classic“ war dort zu lesen und als die Musiker die Bühne betraten, nahmen zuerst drei Geigerinnen und eine Cellistin ihre Plätze ein.Doch als Schlagzeug, Gitarre und Bass besetzt waren und die ersten Töne des Genesis-Hits „Turn it on again“ erklangen, war klar, dass man sich nicht bei einem Klassik-, sondern bei einem echten Rockkonzert befand.
Best-Of-Programm
Ex-Genesis Sänger Ray Wilson bot ein Best-Of-Programm der englischen Megaband, das eindrucksvoll bewies, wie zeitlos die Songs von Genesis sind. „Lamb lies down on broadway“, „Carpet Crawlers“ oder die wunderschöne Ballade „Ripples“ funktionieren noch heute, obwohl sie schon über 30 Jahre alt sind.
Dies ist aber auch Ray Wilsons unheimlicher Energie zu verdanken. Er gab bei den Songs alles und verlieh den Liedern mit seiner rauen Stimme eine eigene Note. Dazu trugen auch die klassischen Instrumente bei, die bei schnellen und lauten Stücken leider etwas untergingen, aber bei ruhigeren Liedern ein tragender Teil der Wilsonschen Neuinterpretationen waren.
Eigene Lieder
Der beschränkte sich bei seiner Songauswahl aber nicht nur auf das Genesis Repertoire, sondern spielte neben Gabriels „Solsbury Hill“ beispielsweise auch „Another Day In Paradise“ von Phil Collins, das er mit so viel Gefühl sang, als sei es sein eigenes Lied.
Apropos eigene Lieder: Bei „Congo“, das Wilson 1997 zusammen mit Genesis aufnahm, stand er selbst an der Trommel und „Inside“ seiner Band Stiltskin setzte den eindrucksvollen Schlusspunkt eines durch und durch gelungenen „Ich See Kultur“-Auftaktes.




















