Verstärkte Kontrollen: Schweinerei durch Hundekot sorgt für Ärger
HEEK. Den Bauhofmitarbeitern stinkt es schon lange. Jetzt haben auch Verwaltung und Politik Alarm geschlagen: „Wir haben ein Problem“, räumt Bürgermeister Ulrich Helmich ein – eines, das auf Gehwegen lauert, sich in öffentlichen Blumenbeeten versteckt, unter Schuhsohlen klebt und so in manches Haus getragen wird: eine „furchtbare Schweinerei“, die der Hauptausschuss jetzt eindämmen will.
Obwohl im Stiegenpark eine Hundefreilauffläche existiert, finden sich Hinterlassenschaften der Vierbeiner überall im Gemeindegebiet. (Foto: Sylvia Lüttich-Gür)
Gegenmaßnahmen
Was tun? Helmich skizziert zwei Szenarien, die er aber auch gleich wieder verwirft: Denkbar sei es, dass der Bauhof in den Grünanlagen einfach die Arbeit dort einstellt, wo er wiederholt auf „Tretminen“ stößt. Aber: „Dann würde das Gras wuchern und das Gesamtbild empfindlich stören.“ Genauso sei es gut vorstellbar, die Hundesteuer zu erhöhen, „aber dann treffen wir auch die Hundebesitzer, die sich ganz vernünftig verhalten“.
Die favorisierte Lösung: „Verstärkt Kontrollen durchführen.“ Dieser Vorschlag der Verwaltung stößt bei den Vertretern beider Fraktionen auf ein positives Echo. Dass es dabei nicht nur um freundliche Hinweise an Tierhalter gehen dürfe, sondern durchaus um die Verhängung empfindlicher Bußgelder, ist allen im zum Sitzungssaal umfunktionierten Lehrerzimmer bewusst.
35 Euro für „Ersttäter"
Mit 35 Euro müssten „Ersttäter“ rechnen, so Ordnungsamtsleiter Bernhard Gausling. Entsprechend teurer würde es für Wiederholungstäter. Die Gemeinde will aber nicht nur fordern, sondern auch helfen: Jedem Hundehalter werde ein Beseitigungsset für die Hinterlassenschaften seines vierbeinigen Lieblings zur Verfügung gestellt. Das sei dann beim Gassi an der Hundeleine mitzuführen.
Nicht nur Hundehalter müssen sich auf eine strengere Überprüfung ihres Verhaltens einstellen, sondern auch Reiter. „Der Bußgeldtatbestand differenziert nicht zwischen den Tieren“, beantwortet Bürgermeister Helmich eine entsprechende Anfrage. Wer wie und wann die Kontrollen durchführen wird, hat der Ausschuss nicht diskutiert. Das wollen die Politiker der Verwaltung überlassen. Sie bewilligen für die nächsten sechs Monate das Geld für einen 400-Euro-Job.















