Emma in der Profilschule: Erstes Zeugnis an der neuen Schule
HERBERN Achtmal "gut" und zweimal "sehr gut" schmücken Emmas erstes Zeugnis an der Profilschule. Stolz? "Joa", sagt die Zehnjährige mit einem zurückhaltenden Lächeln. Ihre Mutter ist durchaus froh. Wichtiger als die guten Noten ihrer Tochter ist ihr jedoch das "Profil", das sie zu spüren bekommt.
Die Zehnjährige Emma hat ihr erstes Zeugnis an der Profilschule in Ascheberg bekommen. Ihre Mutter Andrea ist stolz auf ihre Tochter. Wichtiger sind ihr andere Dinge. (Foto: Nico Drimecker)
- Foto-Wettbewerb: Stimmen Sie ab Wir suchen den coolsten Bollerwagen
- Unfall auf der K56 17-Jährige fährt auf haltendes Auto auf
- Thomas Großerichter Mit dem Rad in weniger als 100 Tagen um die Erde
- Feuerwehreinsatz Brand im Futterhaufen
- Münsterland e.V. Vorbei an Schloss Westerwinkel auf der 100 Schlösser Route
"Bisher ist das mein bestes Zeugnis", sagt Emma. Das stolze Lächeln kann sie nicht ganz zurückhalten. Sie zeigt sich bescheiden, betont, dass sie besser sein könnte - und dass sie es sich vorgenommen hat. Aus der Sicht ihrer Mutter Andrea scheint das gar nicht notwendig. "Keins meiner Kinder hatte je so ein gutes Zeugnis", sagt die 48-jährige. Wenn ihre Mutter sie so lobt, versteckt Emma ihr Schmunzeln unter den Haaren.
Zeugnis mit Anhang
Jedem Zeugnis legen die Lehrer der Profilschule eine Beurteilung zu den "Beobachtungen der Lernentwicklung" bei. Dieser Ankreuzbogen gibt an, wie Emma im Unterricht lernt und arbeitet und wie sie mit ihren Mitschülern umgeht. Der Zettel ist nicht zuletzt für die Schülerin selbst gedacht. Wie Emma etwa in den Segelstunden arbeitet, zeigt das zweitbeste Urteil: "Du planst, arbeitest und organisierst dich gut. Meistens erreichst du dein Wochenziel", steht dort. "Warum nur ,meistens'?", fragt die Mutter mit einem Augenzwinkern und gespieltem Ernst.
Emma hat eine Antwort parat - denn die steht im Wochenplan, einem Heft, das jeder Profilschüler führen soll. Eingetragen hat Emma darin einige wenige Male, dass sie ihr Wochenziel nicht erreicht hat, jeweils mit Begründung. Im November lag es zum Beispiel daran, weil Emma in einer Segel-Stunde ein Lehrer-Schüler-Gespräch hatte.
"Ich war sowas von entspannt"
Zum Anlass des Zeugnisses blättern Mutter und Tochter zusammen noch einmal durch die Notizen. Sie stoßen auf einen Eintrag von Ende November, an den sich Mutter Andrea gut erinnert. Darin schreibt eine Lehrerin, Emma lasse sich nicht ablenken, sei aufmerksam, bereichere den Unterricht mit ihren Beiträgen. "Als ich das gelesen habe, da war ich sowas von entspannt."
Mutter und Tochter stellen der Profilschule ein gutes Zeugnis aus. Obwohl auch die sich verbessern könnte. Etwa wünscht sich die Mutter ein besseres Angebot im Freizeitbereich. Mehr AGs an Nachmittagen, mit Hilfe und Ideen von Eltern. Emma würde gern selbst entscheiden, ob man in der Pause den Klassenraum verlassen muss. "Dann könnten wir aufräumen, Blumendienst oder Tafeldienst machen."
















![Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag /
[Foto: Dieter Menne, RN
Datum: 09.08.2011] Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag /
[Foto: Dieter Menne, RN
Datum: 09.08.2011]](/storage/scl/mdhl/artikelbilder/lokales/rn/lulo/luenen/2642501_t1m3w90h60q75v52646_Reporter_Nico_589.jpg)










