Profilschule: Schüler bestimmen ihr Lerntempo selbst
ASCHEBERG Emma lernt heute Englisch. Das hat sich die Zehnjährige ausgesucht. So läuft der Unterricht in der "Segel-Stunde" an der Profilschule: Jeder Schüler bestimmt selbst, worin er sich verbessern sollte. Zweieinhalb Wochen nach dem Start ist es an diesem Montag die erste richtige Segel-Stunde. Halbwegs.
Michaela Steffens erklärt die ersten Aufgaben-Bögen für den Englisch-Unterricht. (Foto: Nico Drimecker)
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"Segel" steht für: selbst geregeltes Lernen. Die Schüler sollen sich organisieren, müssen selbst entscheiden, was sie lernen wollen - oder sollten.
"Sie müssen sich selbst einschätzen lernen", sagt Lehrerin Michaela Steffen, die kurz nach 8 Uhr am Montag zusammen mit Thomas Thies die Klasse 5 b in die erste reguläre Segel-Stunde einführt. "Bisher haben wir in den ersten beiden Segel-Stunden viel Organisatorisches gemacht. Zum Beispiel den Schülern erklärt, wie die Segel-Stunden am besten ablaufen", sagt Lehrerin Michaela Steffen. Vier Tisch-Gruppen stehen im Raum verteilt, in der Mitte ist Platz für einen spontan Stuhlkreis.
Klingeln für die Ruhe
Thomas Thies tippt auf eine Klingel wie an einer Rezeption. Flugs gehen die Hände in die Höhe, jedes Kind, das sich meldet, ist still. Er liest einige Namen vor, darunter Emmas zwei Freundinnen Joanna und Caja. Diese Schüler möchte Thomas Thies in der Deutschgruppe im Nachbarzimmer dabei haben, die anderen dürfen heute frei wählen.
Fotostrecke Lernen in der Profilschule
Es wird lauter. Emma und ihre Tischnachbarinnen Laura, Lisa-Marie und Lisa-Marie haben sich ein Spielbrett, Figuren und einen Würfel geholt. Auf vielen Spielfeldern müssen die Zehnjährigen Fragen beantworten - natürlich auf Englisch. Wie die Wochentage heißen, Fragen nach den Eltern, Haustieren, Lieblingsfarben. Man hilft sich gegenseitig. Emma und die drei Klassenkameradinnen haben schnell eine Siegerin: Lisa-Marie.Aber die 90-minütige Segel-Stunde ist nicht um. Also muss Emma ein paar Deutschaufgaben für Thomas Thies lösen. Alle schafft sie nicht mehr. Emma heftet ihre Kopien in einen dicken Ringordner, in dem alle Materialien der Segel-Stunden liegen werden. Noch sind da vor allem Trennblätter enthalten.



















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[Foto: Dieter Menne, RN
Datum: 09.08.2011] Mobiler Reporter Nico Drimecker / Verlag /
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Datum: 09.08.2011]](/storage/scl/mdhl/artikelbilder/lokales/rn/lulo/luenen/2642501_t1m3w90h60q75v52646_Reporter_Nico_589.jpg)










