Arbeit mit geistig behinderten Menschen: Rotthoffs Hof bietet seit 25 Jahren Lebensperspektiven
KIRCHHELLEN Seit 25 Jahren bietet er Menschen mit geistiger Behinderung eine Perspektive: der Rotthoffs Hof an der Münsterstraße. Insgesamt sind dort 85 Menschen tätig. Gemeinsam arbeiten sie in den Bereichen Landwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, im Kartoffelschälbetrieb, der Tierhaltung und dem Reitbetrieb.
Auf dem Rotthoffs Hof arbeiten seit 25 Jahren Menschen mit geistiger Behinderung. (Foto: Holger Steffe)
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Im Bioladen verkaufen die Angestellten Produkte aus ökologischer Erzeugung und im hauseigenen Kartoffelschälbetrieb werden bis zu 500 Kilogramm Kartoffeln am Tag für Großküchen und Catering-Unternehmen geschält. Auch an der frischen Luft arbeiten viele: Sie pflegen Grünflächen, Parks und Sportanlagen, mähen Rasen und pflanzen Blumen für gewerbliche und private Kunden. Einige Angestellte versorgen die Schweine, Pferde und Hühner auf dem Hof.
Aufnahmeverfahren
Durch ein Aufnahmeverfahren, in dem geprüft wird, welche Kenntnisse und Neigungen die Bewerber besitzen, werden sie in die verschiedenen Arbeitsbereiche eingeteilt. Am Hof stehen ihnen geschulte Betreuer zur Seite. „Das sind entweder Arbeitspädagogen oder Handwerker, die eine zusätzliche sozialpädagogische Ausbildung gemacht haben“, sagt Arnd Schreiner, Prokurist der Bottroper Werkstätten GmbH.
In kleinen Gruppen arbeiten die Angestellten zusammen und lernen, sich in den Arbeitsalltag einzufinden und sich auf die anderen Gruppenmitglieder einzustellen. „Das Ziel der Arbeit am Rotthoffs Hof ist der Wiedereinstieg in den ersten Arbeitsmarkt“, so Schreiner. In vielen Fällen klappt das auch, in manchen ist es natürlich nicht möglich.“ Was jedoch alle schaffen: Durch die Arbeit mit Natur und Tieren finden sie ihre persönlichen Kompetenzen heraus und lernen Neues dazu.











