Norovirus breitet sich aus: Fast 500 Menschen an Brech-Durchfall erkrankt
KREIS STEINFURT Das Norovirus breitet sich im Kreis Steinfurt weiter aus. Gestern sind 16 Bewohner und sechs Mitarbeiter einer Altenpflegeeinrichtung in Rheine an Brechdurchfall erkrankt, am Dienstag acht Bewohner und zwei Mitarbeiter einer Pflegeeinrichtung in Ibbenbüren.
Regelmäßig und gründliches Händewaschen ist die wichtigste Vorsichtsmaßnahme gegen das Norovirus. (Foto: dpa)
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„Das sind im Labor bestätigte Einzelfälle, wo die Erkrankten zum Arzt gegangen sind und eine Stuhlprobe abgegeben haben“, sagt Schmeer. „Das kann man zu der Zahl von 330 noch dazurechnen.“ Macht also insgesamt 492 Fälle, deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Januar 2011 verzeichnete das LZG nur 65 Fälle.
Erbrechen und Durchfall
„Mehr als doppelt so viele Erkrankte, das ist eine auffällig hohe Zahl, aber dennoch nicht dramatisch“, sagt der Amtsarzt. „Schwerpunkte gibt es nicht, das zieht sich durch den gesamten Kreis.“ Nicht jeder, der die Magen-Darm-Infektion habe, gehe jedoch auch zum Arzt, deshalb könne man von einer höheren Dunkelziffer ausgehen. Der Norovirus äußert sich in Erbrechen und Durchfall, was Schwäche und Schwindel nach sich ziehen kann.
Gefährlich sei der Erreger für den normalen Durchschnittsbürger nicht, sagt Detlef Schmeer. „Nach einem bis drei Tagen ist alles wieder vorbei.“ Immungeschwächte und alte Menschen litten aber erheblich an Flüssigkeitsverlusten und erkrankten zum Teil schwer. Ein Medikament gibt es nicht, ebenso wenig wie eine Impfung.
Übertragung per Schmierinfektion
Übertragen wird der extrem ansteckende Virus per Schmierinfektion, vor allem durch Stuhlreste an den Händen.
„Der wichtigste Tipp ist, nach dem Toilettengang und vor der Zubereitung von Essen gründlich die Hände zu waschen.“ Noroviren überleben auch auf Lebensmitteln und an Gegenständen.
Hat man sich angesteckt, dauert es einen halben bis zwei Tage, bis die Krankheit ausbricht. Dann sollte sich von anderen fern halten, empfiehlt Schmeer. „Auch wenn der Durchfall vorbei ist, sind die Erreger noch etwa zwei Tage im Körper, deshalb sollte man so lange noch zu Hause bleiben.“












